Evas Beitrag
Die Rolle der Frau in unserer Zeit aus Sicht der Kabbala
In der spirituellen Welt gibt es nur Kräfte. Deshalb sind die biblischen „Figuren“ Adam und Eva als rein spirituelles Konstrukt zu verstehen – sie sind spirituelle Kräfte.
Eine rein kabbalistische Schöpfungsgeschichte, die nicht in Symbolbildern aus unserer Welt versteckt wäre, würde sich wie folgt anhören: Der Schöpfer, das absolute Geben, entschied sich irgendwann, etwas Selbstständiges ins Leben zu rufen, es von sich zu trennen und zum Empfänger all seiner Güte zu machen. Und dies tat er auch – er schuf einen Menschen, ein „Schwarzes Loch“ mitten in seinem Licht, den sogenannten Willen zu empfangen, kurz Ego, oder in kabbalistischer Sprache eben das „Gefäß“ für sein Licht. Dieses Etwas – nennen wir es die Gesamtseele der Menschheit – durchlief allerlei dramatische Prozesse und zerbrach letzten Endes in Milliarden von kleinsten Teilchen, die wir als unsere Seelen bezeichnen. Genauer gesagt handelte es sich um die Embryonen unserer Seelen, die zu finden, zu erkennen und zu entwickeln das Ziel und der Sinn unseres Lebens ist.
Diese Zweiteilung – die allererste Teilung zwischen Schöpfer und Geschöpf – wurde zur Grundlage des gesamten Universums, wie wir es kennen. Die ganze Natur, die uns umgibt, ist von dieser Teilung durchdrungen.
Der spirituelle Ursprung des Mannes liegt im Schöpfer, während die Frau das eigentliche Geschöpf ist. Die meisten Eigenschaften, die in dieser unserer Welt bei beiden ausgeprägt sind, sind eben dieser Ursache entsprungen: das abstrakte Denken, die weltfremde Philosophie oder eben der „schöpferische Funke“ sind eher bei Männern anzutreffen, während unverbrüchliche Willensstärke, Naturnähe und Intuition typische Fraueneigenschaften sind.
Es ist die Sehnsucht der Frau nach spiritueller Erfüllung, die zuerst erwacht ist, und durch ihr starkes Verlangen hat sie mit der Zeit die Männer nachgezogen.
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