Indische Weisheit und westliche Harmonien

Indische Weisheit und westliche Harmonien

Dem niederländischen Musiker Janaka ist eine ganz eigene Synthese gelungen

Die Musik Indiens ist beseelt von der großen spirituellen Tradition dieses Landes. Seit dem Rigveda vor über 3000 Jahren wird in erster Linie zu Ehren des Göttlichen musiziert. Meist ist der Musik lehrende Meister auch ein spiritueller Guru. Seine Schüler widmen sich ganz der Musik und dem religiösen Verstehen des Lebens. Die musikalische Tradition ist vielschichtig. Da werden auf wenigen Tönen die uralten Mantras intoniert, da gibt es schmissige oder traurige volkstümliche Lieder (Bhajans) über Götter und Heilige, und schließlich die klassische Musik (Ragas) mit virtuosen Melodien und Rhythmen.

Ein Lied, das tiefer Hingabe an Gott entspringt und das man laut oder in Gedanken immer wieder singt, bis man Seine Antwort als unbeschreibliche innere Freude fühlt, ist ein vergeistigtes Lied. Solche Lieder gleichen Zündhölzern, die das Feuer göttlicher Wahrnehmung entfachen, wenn man sie am Stein der Hingabe reibt.“
Paramahansa Yogananda

All diese musikalischen Formen sind zwar in den vergangenen Jahrzehnten in den Westen gedrungen. Doch so richtig angekommen ist die indische Musik noch nicht. Vielen Ohren klingt sie noch zu fremd. Ein Raga von wenigstens 40 Minuten ist eben auch anspruchsvoll. Etliche berühmte westliche Musiker haben versucht, die indische Musik hierzulande einem breiteren Publikum nahe zu bringen, so zum Beispiel der Violinvirtuose Yehudi Menuhin und der Beatle George Harrison. In den letzten Jahren wurden einige Sanskrit-Mantren populär, etwa durch das Musikerpaar Deva Premal und Miten. Doch jeder westliche Musiker muss seinen eigenen Zugang zu dieser geheimnisvollen indischen Welt der Musik und Spiritualität finden.

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