JORINDE UND JORINGEL
Ein spirituelles Märchen
DAS MÄRCHEN IN KURZFORM.
Jorinde ist ein schönes junges Mädchen und Joringel ein schöner junger Mann. Beide sind ein Liebespaar und einander versprochen.
Eines Tages gehen sie im Wald spazieren, um ungestört miteinander reden zu können. Sie wissen, dass im Wald eine Hexe haust, und zwar in einem Schloss, dessen Nähe sie unbedingt meiden müssen. Sonst wird man verzaubert und muss stille stehen, bis einen die Hexe wieder los spricht. Gerät eine Jungfrau in den Bannkreis der Hexe, wird sie in einen Vogel verzaubert und in einen Käfig gesperrt. Im Schloss der Hexe gibt es schon Tausende Vogelkäfige.
Obwohl sie die Gefahr kennen, geraten Jorinde und Joringel in den Bannkreis der Hexe. Es befällt sie eine traurige Stimmung, die angesichts ihrer bevorstehenden Hochzeit und ihres trauten Zusammenseins völlig unerklärlich scheint. Auch wissen sie plötzlich nicht mehr, wie sie nach Hause kommen. Jorinde singt:
„Mein Vöglein mit dem Ringlein roth
singt Leide, Leide, Leide:
es singt dem Täubelein seinen Tod,
singt Leide, Lei – zucküth, zicküth, zicküth“ –
und ist in eine Nachtigall verwandelt.
Joringel kann sich nicht mehr bewegen, nicht sprechen und nicht einmal mehr weinen. Später kommt die Hexe. Sie erlöst den versteinerten Joringel, aber Jorinde, die Nachtigall, fängt sie ein und steckt sie in einen Käfig. Joringel ist todunglücklich über den Verlust seiner geliebten Braut. In einem fremden Dorf hütet er Schafe, und oft geht er sehnsuchtsvoll in die Nähe des Schlosses.
Das „Seelchen“ Jorinde wird von einer Hexe verzaubert und gefangen gehalten. Nur mit der Blume der göttlichen Liebe kann ihr Liebster Jorinde den Bann durchbrechen.
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