Kein Gott, kein Himmel?
Zen führt jenseits des Denkens
Gott – ja oder nein?
der Buddhismus und damit auch der Zen-Buddhismus ist eine gottlose Religion. Manche Anhänger des Buddhismus, vor allem im Westen, verstehen das so, dass Buddhismus gar keine Religion ist, sondern eher eine philosophische Lehre und eine psychologische Methode, um ein gutes Leben zu führen. Das widerspricht aber in vieler Hinsicht den buddhistischen Texten und der Form, wie Buddhismus in seinen Ursprungsländern ausgeübt wird.
Peter Masefield, ein Experte für die frühesten buddhistischen Quellen, spricht von „göttlicher Offenbarung“, die in diesen alten Texten aufscheint. Damit meint er nicht, dass darin eine Gotteslehre steckt, sondern dass die Erleuchtung des Buddha und seiner Anhänger kein innerweltliches Ereignis ist. Sie gehört ganz zu einem transzendenten Bereich.
Dieser Transzendenzbezug schließt aber, wie gesagt, die Verneinung der Existenz Gottes ein. Das provoziert alle anderen Weltreligionen.
Das Höchste und Äußerste, was der Mensch lassen kann, das ist, dass er Gott um Gottes willen lasse. (Koan von Meister Eckhart)
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