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Annäherung an die Freiheit: dank dem Wirken der Kundalini-Energie werden wir schrittweise von dem Ballast bindender Eindrücke befreit.

Buchtipps

Dr. Joachim Reinelt
Das große Kundalini-Buch.
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Kundalini

Kundalini

Die göttliche Kraft der Transformation

Die alten Traditionen des Yoga lehren, dass sich in jedem Menschen eine – zumeist unentdeckte – Quelle der Kraft, Schönheit, Kreativität, Zuversicht und Zufriedenheit befindet. Diese Kraftquelle – Kundalini – wartet nur darauf, aktiv zu werden und unsere karmischen Blockaden zu beseitigen. Kundalini ist vielen bekannt als die „geheimnisvolle Kraft“, „kosmische Energie“, „göttliche Macht im Inneren des Menschen“. Dies ist sicherlich alles richtig. Doch obwohl ihr etwas Verborgenes, Mystisches und Schwer-Erreichbares anhaftet, ist sie uns in Wirklichkeit alles andere als fern. Sie ist es, aus der buchstäblich alles besteht. Sie ist die treibende Kraft hinter allen Prozessen des Lebens – außerhalb und innerhalb von uns. Sie bestimmt die Bewegungen der gewaltigen Galaxien im All ebenso, wie das Pulsieren unseres Herzens oder den Lebensrhythmus einer Ameise. Kundalini ist uns also näher und präsenter als uns bewusst ist.

Die Kundalini-Energie entfalten – unser aller Geburtsrecht

Alle alten Kulturen und spirituellen Traditionen – ganz gleich, welchen Namen sie dieser Kraft geben – sprechen davon, dass uns diese Kraft oder Macht „normalerweise“ nur in ihrem ruhenden Zustand, mit ihrem unentfalteten Potenzial, zur Verfügung steht – weshalb sie in Indien auch symbolisch als schlafende Schlange an der Basis der Wirbelsäule dargestellt wird. Man stelle sich vor: All die komplexen Prozesse unseres Körpers und Geistes sind Ausdruck ihres lediglich unentfalteten, ruhenden Aspektes! Wie viel mehr wäre uns also möglich, wenn sie tatsächlich erwachte und uns das gesamte Potenzial zur Verfügung stünde? Und genau dies, die Erweckung und Entfaltung des uns innewohnenden kosmischgöttlichen Potenzials – so sagen uns die großen Mystiker und Heiligen seit Urzeiten – ist das Geburtsrecht, ja geradezu die Lebenspflicht, der Lebenssinn eines jeden Menschen. Die Frage, die sich an dieser Stelle geradezu aufdrängt, ist also: Wie bewirkt man die Erweckung der Kundalini-Energie? Nach Auffassung der indischen Yogis ist die Erweckung der Kundalini aus eigener Anstrengung heraus, also z.B. durch Hatha-Yoga -Praktiken, generell möglich. Wie überhaupt das System des Hatha-Yoga nicht – wie im westlichen Kulturkreis propagiert – der körperlichen und geistigen Entspannung dient, sondern in erster Linie der Erweckung und Entfaltung der Kundalini. Doch selbst mit den ausgefeiltesten Techniken ist es ein sehr langer und extrem mühevoller Weg bis zur Erweckung der Kundalini. Sollte es nach langer und mühevoller Arbeit endlich geklappt haben, lauern große Gefahren auf dem weiteren Weg (eine selbsterweckte Kundalini wird von Yogis mit einem Tiger verglichen, den man am Schwanz packt), und es gibt keine Gewähr, dass sie auch weiter aufsteigt und je ihr Ziel erreicht. Die Einweihung hat außergewöhnliche Bedeutung Nach Auffassung der indischen Yogis und Mystiker ist der sicherste und schnellste Weg die Einweihung und Kraftübertragung durch einen vollkommenen Kundalini-Meister. Eigentlich ist es sogar so, dass die meisten Traditionen des Yoga und Tantra gar keine andere Methode der Kundalini-Erweckung als wirksam anerkennen. So heißt es z.B. in einem der berühmtesten und grundlegendsten Kundalini-Werke, dem Kularnava Tantra (14. 38):

„Durch das Shaktipat des Gurus erlangt der Schüler die göttliche Segenskraft (anugraha).

Wo die Shakti nicht fällt, dort erlangt der Yogi das höchste Ziel nicht.“ Shaktipat – wörtlich: „Herabfallen der göttlichen Kraft“ – ist der einschlägige Sanskrit-Terminus für diesen außergewöhnlichen Gnadenakt, in dem der vollkommene Meister, der Siddha-Guru, seine Kraft oder Macht auf den Schüler bzw. die Schülerin überträgt und dadurch die Kundalini erweckt. Shaktipat-Einweihung durch einen Siddha-Guru oder Sadguru (wahrer Guru) ist die einzige, dafür aber absolute Gewähr, dass Kundalini nachhaltig erweckt und anschließend auch so geleitet wird, dass sie sicher und in relativ kurzer Zeit ihr Ziel erreicht.

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