Licht „essen“

Licht „essen“

2. Meditieren – Kraftkost für die Seele

„So wie der Körper täglich Speise braucht, um gesund zu bleiben, braucht auch die Seele regelmäßig Nahrung, um stark zu bleiben. Im Laufe des Pfades zurück zu Gott übernimmt das Licht Gottes die Aufgabe, die Seele täglich in den Konflikten des Lebens und in der Meditation zu stärken, bis es uns zu Gott, dem Ziel des Lebens, zurückgeführt hat.“

Gott als Seelenspeise

In den Veden steht geschrieben: „Wir verzehren alle Formen der göttlichen Offenbarungen“ (Rig Veda 1-40-6). Als spirituelle Speise unserer Seele erfüllen sie – vor allem die Offenbarung des feurigen Lichts – im Prinzip die gleichen Funktionen wie gesunde physische Nahrung für den Körper: Sie sorgen für unser Gedeihen und Wohlergehen, schenken uns Freude und Genuss und stillen unsere Bedürfnisse nach Sicherheit, Trost und Geborgenheit (vgl. „Licht essen. Teil 1: Meditieren – ein Festmahl für die Seele.“ VISIONEN, Juli 2008). Diese drei „Sättigungswirkungen“ der göttlichen Lichtoffenbarungen werden durch vier stärkende und wachstumsfördernde Wirkungen ergänzt:

  • Sie geben uns Kraft für unsere alltäglichen Anforderungen.
  • Sie reinigen uns von schwächenden Schlacken-und „Fremdstoffen“.
  • Sie schützen uns vor schädlichen äußeren Einflüssen.
  • Sie machen uns so „groß und stark“ wie „Vater und Mutter“ Gott (vgl. 1-31-4 und 1-31-2).
Stärkung für den Lebenskampf

Wer keine persönliche Erfahrung von wahrer Meditation besitzt, hält sie leicht für eine Art von Trance oder für einen unterbewussten Zustand und denkt, ein verantwortungsbewusstes Leben auf dieser Welt zu führen sei damit unmöglich. Das Gegenteil ist der Fall: die Meditation bietet uns die besten Voraussetzungen, um auch unseren irdischen Alltag erfolgreich zu meistern.

Das feurige Licht führt und beschützt uns in den Konflikten des Lebens und gibt uns in der Meditation Antwort auf unsere Fragen.

  • „Das feurige Licht spornt uns an, vollkommen (im Handeln) zu werden“ (vgl. 1-36-7). Die Meditation stärkt unsere Konzentrattion und macht uns wacher, ausdauernder, belastbarer und leistungsfähiger, so dass wir unseren weltlichen und beruflichen Anforderungen besser gerecht werden können. Das verhilft uns in unseren irdischen Unternehmungen zu größerem Erfolg.
  • Die erhöhte Aufmerksamkeit, die wir in der Meditation entwickeln, schenkt uns ein ausgeglichenes Gemüt und gibt uns die Kraft und Festigkeit, den täglichen Problemen gelassen zu begegnen: „Der Ergebene hat die Offenbarung des feurigen Lichts, um bewusst zu werden. Es führt und beschützt uns in den Konflikten des Lebens“ (vgl. 1-36-2). Dabei wirkt es wie eine Art Klima-Anlage, die uns vor der „Hitze“ der uns umgebenden Atmosphäre abschirmt.
  • Das feurige Licht ist auch ein direkter „Draht“ zur allwissenden Gotteskraft. In schwierigen Situationen können wir uns mit unseren Fragen und Problemen an sie wenden. In der Meditation erhalten wir dann die vollkommene Antwort: „Das göttliche feurige Licht ist inspirierend und vermittelt uns göttliche Botschaften“ (vgl. 1-36-3) – sei es in bildhafter Form durch Visionen oder auf andere Art.
  • (Bibel-Parallele: vgl. z.B. Ps 46,2: „Gott ist uns Zuflucht und Kraft, herrlich erwiesen als Helfer in der Bedrängnis.“)
Ein „Entschlackungsmittel“ für die Seele

Wenn unser Organismus durch ungesunde, denaturierte Ernährung mit Schlacken, Fremdund Zusatzstoffen belastet ist, verliert er das Gespür für sein ursprüngliches Gleichgewicht und seine wirklichen Bedürfnisse und wird zuerst akut und schließlich chronisch krank. Dann müssen wir ihn so weit entlasten und entgiften, bis er wieder aus sich heraus weiß, was ihm gut tut, und die Neigung zu weiteren Ernährungs-„Sünden“ verliert.

Ähnlich muss auch unsere „weltverseuchte“ Seele erst durch das göttliche Licht gereinigt werden, ehe sie wieder ihrem natürlichen „Ernährungstrieb“ folgen kann. Im Laufe zahlloser Inkarnationen hat sie so viele weltliche Eindrücke „zu sich“ genommen, dass sie davon wie „vernebelt“ ist und nicht mehr klar erkennt, was ihrem wahren Wesen „bekommt“ und was sie wirklich braucht.

  • „Die Offenbarung des göttlichen Lichts befreit uns von allen Hüllen, erfüllt uns mit Weisheit und führt uns zur (inneren) Anbetung“ (vgl. 1-27-9). In demselben Maße, wie das göttliche Licht unsere Seele von den dichten „Nebel“-Schleiern der Täuschung befreit, wächst auch ihre Bewusstheit, Selbsterkenntnis und Weisheit, so dass sie „umkehren“ und wieder aus ihrer wahren, inneren „Nahrungsquelle“ schöpfen kann.

Aufgrund ihrer „verschleierten Sicht“ hat unsere Seele die Gewohnheit angenommen, von „fast food“ zu leben – kurzlebigen äußeren, sinnlichen Freuden, die sie immer stärker mit karmischen Unverträglichkeiten, Leiden und „Gewichtsproblemen“ belasten. Dieser unselige Kreislauf wird vom göttlichen Licht durchbrochen und in heilsame Bahnen gelenkt:

  • „Es hält uns von der Sünde fern und zerstreut alle Unwissenheit. Es zieht die Seele empor, um sie bewusst zu machen“ (vgl. 1-36- 14). „Sünde“ ist ein anderes Wort für Unwissenheit, denn wir sündigen nur unter dem Einfluss der Täuschung, in der wir befangen sind. Im selben Maße, wie wir davon frei werden, werden wir auch von Sünden frei.

(Bibel-Parallele: vgl. z.B. Jes 44,22: „Ich tilge deine Sünden wie den Nebel. O kehre um zu mir, denn ich habe dich erlöst!“)

Immunschutz“ für die Seele

Gesunde Nahrung zeichnet sich dadurch aus, dass sie unsere Abwehr gegen schädliche Fremdeinflüsse von außen stärkt. Auch die Seele braucht auf ihrem Heimweg zu Gott ein starkes „Immunsystem“, um nicht neuen Versuchungen zu erliegen. Hierbei kommt dem „nährenden Licht“ eine besondere Rolle zu. Es geht aus dem göttlichen Klang hervor, der mit seiner „unbesiegbaren Anziehungskraft“ (vgl. 1-42-10) dafür sorgt, dass die Seele oberhalb der Sinnesgrenze konzentriert bleibt, wo sie vor äußeren Einflüssen sicher ist:

  • „Das nährende Licht hält die üblen Kräfte vom spirituellen Pfad fern“ (1-42-3).

Durch seine „beseelende“ Kraft (vgl. 1-42-5) und Weisheit verhindert es, dass wir erneut in Täuschung und Irrtum fallen:

  • „Dein nährendes Licht gewährt Schutz auf vielerlei Art“ (vgl. 1-42-5). So bewahrt es uns zum Beispiel vor Irrtum, indem es uns in der Meditation Wissen um künftige Ereignisse vermittelt, von denen wir sonst nie erfahren hätten. Oder es gibt uns die rechte Entscheidung just in dem Moment ein, wo wir zu handeln haben. Es kann uns auch gegen schädliche Bindungen beschützen, indem es uns im Innern göttliche Liebe und Freude einflößt.

(Bibel-Parallele: vgl. z.B. Ps 119,114f.: „Du bist mein Schutz und mein Schild, deinem Worte darf ich vertrauen. Ihr Übeltäter, weichet von mir!“)

Eine Speise, die „groß und stark“ macht

Wir alle haben als Kinder von unseren Eltern den Rat bekommen: „Iss, damit du groß und stark wirst.“ Auch Gott will, dass wir als aufstrebende Seelen wieder so „vollkommen werden wie unser Vater im Himmel“ (vgl Mt 5,48):

„Das beseli gende, sättigende feurige Licht formt uns nach seinem Bild“ (vgl. 1-26-7). Es ist wie ein Schmelzofen, in dem alles Vergängliche – die Illu sione(Bibel-Parallele: vgl. z.B. Jes 51,11: „Die Jahwe erlöste, kehren heim, jauchzend werden sie nach Zion kommen, ewige Freude strahlt über ihren Häuptern!“)n des Gemüts – verbrannt und die ewige Seele nach Gottes eigenem Bild geformt wird.
Letztendlich dienen alle Formen der göttlichen Seelenspeise mit ihren spezifischen Wirkungen von Anfang an nur diesem übergeordneten Zweck:

  • „Das nährende Licht führt uns auf den spirituellen Pfad, damit wir unser Ziel erreichen“ (vgl. 1-42-7). Sobald wir den ersten Schritt auf den Pfad zu Gott gemacht und auch nur einen einzigen Blick des göttlichen Lichts empfangen haben, ruht die göttliche Kraft nicht eher, bis wir am Ende unser Ziel erreicht haben.

Im Laufe des Pfades zurück zu Gott wird unsere Entscheidung jedoch zwangsläufig immer wieder ins Schwanken geraten, denn einer der charakteristischen Züge des menschlichen Gemüts ist es, immer wieder seine Richtung zu ändern. Das nährende Licht schenkt uns die nötige Ausdauer, um „bei der Stange zu bleiben“:

  • „Das nährende Licht vermittelt uns jene Weisheit, die uns dem spirituellen Pfad folgen lässt, und führt uns, damit wir das Lebensziel erreichen“ (vgl. 1-42-8).

Seine Aufgabe ist es, unsere Seele täglich zu stärken:

  • Es trägt uns in unsere ewige Heimat zurück“ (vgl. 1-42-1). Alles, was wir dazu tun müssen, ist, uns regelmäßig und aufrichtig der Meditation zu widmen.

(Bibel-Parallele: vgl. z.B. Jes 51,11: „Die Jahwe erlöste, kehren heim, jauchzend werden sie nach Zion kommen, ewige Freude strahlt über ihren Häuptern!“)

AGBCopyright & DatenschutzImpressumKleinanzeige aufgeben