Martinus und die Entwicklung der Menschheit (1/3)

Martinus und die Entwicklung der Menschheit (1/3)

Seine Person und sein Anliegen

In dieser ersten Folge einer dreiteiligen Serie wird der Leser an Person und Anliegen des dänischen Weisheitslehrers Martinus herangeführt.

Wer war Martinus? Das ist eine oft gestellte Frage. Die allerkürzeste Antwort ist: Martinus war ein Eingeweihter. Martinus war und ist mit seinem Wissen unserer primitiven und kriegerischen Zeit weit voraus. Er beantwortete die bisher ungelöste Frage, was ein Lebewesen ist und was Gott ist, unabhängig von den Religionen und Kulturen unserer Welt. Nach seinen Aussagen sind wir zurzeit in einer beschleunigten Entwicklung vom Erdenmenschen zum wahren Menschen.

Ein einfaches und hoch produktives Leben

Als bei der Geburt von Martinus am 11. August 1890 in Sindal in Jütland/Dänemark die Uhr von der Wand fiel, war es vielleicht ein Zeichen dafür, dass die alte Zeit mit dem alten Weltimpuls zu Ende war und ein neuer Weltimpuls die Erde erreichte.

Als Pflegekind wuchs er in einfachsten Verhältnissen auf. Martinus hat sich schon als Kind in schwierigen Situationen die Frage gestellt, wie Jesus Christus wohl handeln würde, und sein Handeln danach ausgerichtet. Martinus war nie vermögend. Er war nie verheiratet oder hatte je eine/en Lebens¬ge¬fährtin/ten. Martinus antwortete einmal auf die ständige Frage, ob er verheiratet sei, scherzhaft mit „Ja, ich bin mit der ganzen Welt verheiratet“. Er war immer ausgeglichen und humorvoll, doch wenn es um seine Aufgabe ging, wurde Martinus sehr konzentriert und ernsthaft. Er brauchte wenig Schlaf und arbeitete von früh am Morgen oft bis Mitternacht. Er genoss die geselligen Nachmittage und Gespräche mit Interessierten.

Martinus ernährte sich vegetarisch, genoss weder Tabak, Alkohol noch andere Narkotika. Er lebte bis zum 8. März 1981, schrieb bis zuletzt und hinterließ ein umfangreiches Werk. Zeitlebens sorgte Martinus dafür, dass er nur im kleinen Kreis bekannt blieb. Nicht er, sondern seine Analysen sind nach seinen eigenen Aussagen wichtig. Die 1932 von ihm gegründete Stiftung, das Martinus-Institut, ist für die Herausgabe der Martinus-Literatur und den Unterricht im Martinus-Center in Klint verantwortlich.

“Ich war des Lebens des Weltalls bewusst und war in das göttliche Schöpfungsprinzip eingeweiht worden.”

Analysen der kosmischen Prinzipien

Martinus, der Mensch, gab mit den Analysen der Martinus-Kosmologie ein einzigartiges und bisher unbekanntes Weltbild und Wissen von den Zusammenhängen der physischen und geistigen Gesetze des Lebens und unseres Schicksals. Er meinte, dass die Menschheit mit seinen Analysen nun eine Erklärung habe, mit der sie die Umstände und zukünftigen Geschehnisse besser verstehen könne. Einen Leitfaden, der ihr den Weg beschreibt über das Woher, Wohin und Wieso.

1921 erlebte Martinus seine „goldene Feuertaufe“, ein tiefgehendes geistiges Einweihungserlebnis. Von da an hatte er permanentes kosmisches Bewusstsein, ein von ihm willentlich kontrolliertes Hineinschauen in die geistigen Daseinsebenen und Prinzipien des Lebens. Seine Aufgabe war es, diese der Menschheit in einer für uns verständlichen Weise weiterzugeben. Zum leichteren Verstehen machte Martinus graphische Zeichnungen, die er „Symbole“ nannte.

Das kosmische Bewusstsein versetzte ihn in die Lage, zu sehen, dass das ganze physische wie psychische Weltall ein großes Bewusstsein ist, das alles existierende Leben umfasst. Er weist in seinen Analysen nach, wie dieses alles umfassende Weltall auf unerschütterlichen kosmischen Prinzipien und Gesetzen beruht. Für ihn war die Unsterblichkeit des Lebewesens eine unumstößliche Tatsache und der Reinkarnationsgedanke eine Selbstverständlichkeit. Martinus beschreibt eine Entwicklungsreinkarnation und beweist in einzigartiger Weise, dass das so genannte Böse das notwendige und unerlässliche unangenehme Gute im ewigen Dasein ist.

Umfangreiches Schriftwerk

Martinus wusste, dass die Analysen über die Lebensgesetze von der Gottheit gelenkt und zur rechten Zeit von Menschen unterstützt werden würden. Eine seiner Aussagen war: „Die Bienen kommen zum Honig.“ Das bedeutet, dass die Zeit reif ist, wenn die Menschen Hunger nach der Wahrheit haben.

Wenige Jahre vor seinem Weggang in die geistige Welt gab er seinem Werk den Gesamttitel Das Dritte Testament. Er meinte, dass nun das Hauptwerk vollendet sei. Hätte er den Analysen vorher den Titel gegeben, hätte er nicht so ungestört arbeiten können. Die Menschen haben nun für die nächsten 3000 Jahre ein theoretisches, geistiges Wissen zur Verfügung, mit dem sie den Weg bis zu ihrem eigenen kosmischen Bewusstsein gehen können.

Die bisher veröffentlichten Werke bestehen aus Livets Bog 1-7 (Das Buch des Lebens), Das Ewige Weltbild 1-4, Logik und Beisetzung sowie 29 kleinen Büchern zu speziellen Themen, Broschüren und Veröffentlichungen in der Zeitschrift KOSMOS. Es gibt auch einen Film über ihn und die Grundzüge seiner Analysen („Der Mensch und sein Weltbild“). Martinus hat über sich nur ein kleines Buch, „Zur Geburt meiner Sendung“, geschrieben. „Erinnerungen“ ist ein kleines Buch, das nach Tonbandaufnahmen erstellt wurde und auf seinen Wunsch erst 10 Jahre nach seinem Weggang veröffentlicht werden sollte.

Die Höherentwicklung der Menschheit

Martinus beweist in seinen Analysen, dass es sich lohnt, liebevoll zu sein, da jeder Mensch durch Reinkarnation das erntet, was er zuvor gesät hat. Damit gibt es totale Gerechtigkeit und vollständige Selbstverantwortung.

Keine der uns heute bekannten Wissenschaften gibt uns Auskunft über das Weshalb, Wieso und Warum unseres Schicksals – weder über das der Menschheit noch über das des einzelnen Menschen. Martinus erklärte, dass sich die heutige Wissenschaft mit ihrem Wissen um Zeit, Maß und Gewicht in einem Embryostadium befindet, ebenso wie die UNO auf ihrem Gebiet der Politik. Die Menschen werden sich weiterentwickeln, und in Zukunft werden sie mit dem „Dritten Testament“ die Grundlagen einer neuen Weltkultur erstellen. Für Martinus ist dieses geistige Wachstum der Erdenmenschheit ein natürlicher Wachstumsprozess. Es gehört zu ihrer Entwicklung. Er beinhaltet, dass die Fähigkeit, glauben zu können, abnimmt. Nach Martinus ist das Glaubenkönnen eine Fähigkeit wie das Liebenkönnen. Keiner kann lieben auf Befehl, und keiner kann glauben auf Befehl. Mit zunehmender Erkenntnis wird der Glaube abnehmen und die Liebe zu allen Lebewesen zunehmen.

Martinus moralisiert nicht, er analysiert. Jeder Interessierte kann die Martinus-Analysen studieren, auch Martinus-Kosmologie genannt. Sie ist jedem frei zugänglich. Man kann weder Mitglied in einer Vereinigung werden noch ist man ausgeschlossen.

In Livets Bog 1,Vorwort, Kapitel 21 sagt Martinus selbst dazu: „Das Mysterium des Daseins war also kein Mysterium für mich. Ich war des Lebens des Weltalls bewusst und war in „das göttliche Schöpfungsprinzip“ eingeweiht worden. ... Dieses mein kosmisches Erlebnis und mein kosmischer Zustand wurden das auslösende Moment für mein darauf folgendes Hervortreten in der Welt und für die Erschaffung des „Livets Bog“. Da aber dieser geistige Prozess von jedem Geschöpf erlebt werden wird, wenn es in seinem ewigen Dasein den für das genannte Erlebnis erforderlichen Entwicklungsstand erreicht hat, wird hiermit offenbar, dass ich in Bezug auf meine Wahrnehmungsbegabung kein besonderes Privileg repräsentiere und auch keine Ausnahme von der Regel bin, dass ich somit in der ewigen Entwicklung unmöglich einen einzigen Deut mehr sein kann als das, was alle anderen Wesen vor mir gewesen sind, und das, was alle anderen Wesen nach mir sein werden.“

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