Schützt euch vor „wilden Elefanten“!
Vom Umgang mit üblen Menschen
VORGESTELLT. Ramakrishna, geboren vor 175, gestorben vor 125 Jahren, war einer der ersten indischen Heiligen, die Menschen im Westen mit indischer Spiritualität in Berührung brachten. Sein Schüler Swami Vivekananda trug seine Botschaft in die ganze Welt.
WAS TUN MIT ÜBLEN MENSCHEN?
Meister: (zu Narendra, dem späteren Swami Vivekananda): Weltliche Menschen lassen sich mit Vorliebe herablassend über andere aus, die spirituelle Ziele verfolgen. Doch was meinst du – was passiert wohl, wenn ein Elefant des Weges kommt und die Straßenköter ihn lauthals ankläffen? Achte einmal darauf. Der Elefant schaut sich nicht einmal nach ihnen um. Also, wenn andere das nächste Mal schlecht von dir reden, was denkst du dir dann?
Narendra: Dass mich nur ein paar dahergelaufene Hunde anbellen.
Meister: (lächelnd) O nein, mein Kind, so weit darfst du nicht gehen! (Gelächter.) Gott wohnt schließlich in allen Wesen. Sei aber nur mit guten Menschen vertraut und meide die üblen! Gott wohnt zwar selbst im Tiger, aber deswegen kannst du ihn noch lange nicht „knuddeln“! (Gelächter.) Jetzt kannst du natürlich sagen: „Warum soll ich vor einem Tiger davonlaufen, wenn er doch auch bloß eine Erscheinungsform Gottes ist?“ Die Antwort lautet: „Die Menschen, die dir raten, vor ihm wegzulaufen, sind ebenfalls Erscheinungsformen Gottes (und zwar höherer Art) – warum befolgst du also nicht ihren Rat?“
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