Serie: Die Wiederentdeckung der weiblichen Spiritualität: „Ich bin ein Teil der Natur“ (II)

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Als Maxine Sanders in den 60er Jahren die Wicca-Tradition kennen lernte, hätte sich die streng katholische erzogene Britin kaum vorstellen können, dass sie das Hexenhandwerk auch 47 Jahre später noch ausüben würde.

Wenn vom modernen Hexenkult die Rede ist, kommt die Sprache schnell auf Wicca. Eng damit verbunden sind zwei Namen: Gerald Gardner und Alex Sanders. Während Gardner Informationen über „die alte Religion“ in den 50er Jahren unters Volk streute, war es Alex Sanders, der das Hexenhandwerk an die Öffentlichkeit brachte.

Für seine Frau Maxine bedeutete die Hinwendung zu Wicca Streitigkeiten mit ihrer Familie und Hass in der Nachbarschaft. „Ich lebte in einer überwiegend von Juden bewohnten Gegend und hatte immer angenommen, die Juden sympathisierten mehr mit uns, aber dem war nicht so. Man versuchte mein Haus anzuzünden und warf Steine nach mir. So war das im zivilisierten England der frühen 60er Jahre. Es war schlimm“, erinnert sich Maxine Sanders in einem ihrer raren Interviews, das sie VISIONEN gab.

Obwohl ihre Mutter spirituell sehr aufgeschlossen war und sich mit den verschiedenen Religionen befasste, konnte weder sie noch der Rest der Familie akzeptieren, dass ihre streng katholisch erzogene Tochter ihre spirituelle Erfüllung im Hexenhandwerk fand. Maßgeblichen Anteil an dieser Veränderung hatte Maxines späterer Ehemann Alex Sanders, eine der schillerndsten Figuren der Bewegung. „Für ihn war der Gedanke an Gott nicht mit Schuld beladen, wie ich es vom Katholizismus kannte“, sagt sie rückblickend.

Magie ist nichts für Kinder

Wicca wurde zu Maxines Lebensinhalt und ist es bis heute geblieben. Die zweifache Mutter leitete ...

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