Wendezeit 2012 - Sonne und Seele

Wendezeit 2012 - Sonne und Seele

Im Gespräch mit Dr. Dieter Broers

Wurden im ersten Teil die Prophezeiungen um 2012 vorgestellt, so kommt im 2. Teil ein gestandener Wissenschaftler zu Wort. Der Biophysiker Dr. Dieter Broers erläutert VISIONEN den Einfluss der Sonne auf unsere Psyche sowie die Verbindung von Spiritualität und Wissenschaft.

Zu Ihrer Theorie, dass die Sonne und die elektromagnetische Strahlung das Leben auf der Erde körperlich und seelisch beeinflusst: Können Sie den Kerngedanken kurz darstellen und erläutern?

Gründlich abgesicherte Forschungs-Ergebnisse belegen eindeutig, dass es sich hierbei um keine Theorie handelt – sonst hätte ich mich nicht soweit „aus dem Fenster gelehnt“. Nun mögen die Kritiker zwar der Meinung sein, dass es überhaupt keinen Zusammenhang zwischen kosmischen Feldern und biologischen Systemen gibt. Erst recht keinen Zusammenhang zwischen kosmischen Feldern und unserer Psyche. Diesen Kritikern sei gesagt, dass es diese Zusammenhänge tatsächlich gibt. Zitierfähige Veröffentlichungen hierüber liegen in beeindruckender Anzahl vor. Zusammenfassend sollte zunächst genügen: Die Zunahme von psychischen Auffälligkeiten steht in einem Zusammenhang mit solaren Aktivitäten und unseren Erdmagnetfeldern. Eine große Anzahl von Studien haben signifikante Wirkweisen physikalischer, biologischer und gesundheitlicher Natur aufgezeigt, die mit den Veränderungen der Sonnen- und der Geomagnetischen Aktivität (S-GMA) in Zusammenhang stehen. Abweichungen der Sonnen-Aktivität, der Geomagnetischen Aktivität und der Ionen/ Elektronen-Konzentrationen der Ionosphäre stehen alle durch geophysikalische Vorgänge in höchstem Maße miteinander in Korrelation und sind stark miteinander vernetzt.

Können Sie das noch etwas vereinfacht erklären? Vielleicht an einem Beispiel?

Sonnen-Aktivitäten stehen in einem direkten Zusammenhang mit sämtlichen natürlichen Feldern unserer Erde – wobei die Felder der Schumann-Resonanz-Frequenzen für uns von besonderer Bedeutung sind. Allein die Schwankungen dieser Felder führen zu neurologischen Veränderungen. Am auffälligsten wären hier die Veränderungen des Serotoninbzw. des Melatoninspiegels. Allein diese Neurotransmitter sind für eine ganze Reihe von unterschiedlichen Stimmungsund Bewusstseinslagen verantwortlich. Zusätzlich steuern sie den biologischen Rhythmus unseres Körpers. Mit diesem Tatbestand liegt uns ein seriöses Erklärungsmodell vor, weswegen Menschen zu bestimmten Zeitpunkten zu psychischen Auffälligkeiten neigen. Verblüffend ist hierbei, dass selbst extrem geringe Intensitäten der Schumann-Felder noch eine biologische Relevanz hätten. Professor Zagriadski, der aus der Raumfahrtmedizin stammt, stellte bei Kosmonauten fest, dass von 400 Probanden alle eine faktische Veränderung im Energiehaushalt erfuhren, wenn er sie mit den unfassbar geringen SchumannFrequenzen befeldete, deren Feldstärke bei 50 Pikotesla (pT) lagen! Allein das erklärt, weshalb die Einflüsse der Sonne auf unserer Stimmungs- und Bewusstseinslagen bisher ins Reich der Phantasie zugeordnet wurden. Hier sollten wir doch genauer hinschauen.

Inwiefern ist diese Auffassung mit dem Maya-Kalender verbunden?

Die Basis meiner Forschung am Thema „Wechselwirkungen zwischen EM-Feldern und biologischen Systemen“ ist in erster Linie streng naturwissenschaftlich ausgerichtet – immerhin forsche ich seit 1980 in diesem Themenbereich. Die Botschaften der Maya bewerte ich zunächst als ein phänomenologisches Vermächtnis, was die Qualität ihrer herausragenden Arbeit nicht im Geringsten schmälern soll. In meinen Schlussfolgerungen möchte ich mich – wenn irgend möglich – auf abgesichertem Boden bewegen. Andererseits halte ich es für außerordentlich bemerkenswert, dass das Ende des großen Zyklus der Maya 2012 mit den Warnungen der NASA übereinstimmt, dass 2012 mit einer extremen Sonnen-Aktivität zu rechnen sei.

Mir scheint, Sie bewegen sich zur Zeit in zwei sehr verschiedenen Welten, dem der gesellschaftlich anerkannten Wissenschaft und dem, was nicht selten mit Häme als Esoterik bezeichnet wird. Wie sehen und erleben Sie das?

Dieser Eindruck mag durchaus entstehen. Ich meine allerdings, wenn wir die Einflüsse von Naturfeldern – und hier meine ich nicht nur die EM-Felder – auf Menschen ernsthaft bewerten wollen, kommen wir nicht umhin, uns einiger Grenzgebiete der Naturwissenschaft zu bedienen.

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