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K O Schmidt
Selbst-Erkenntnis durch Yoga-Praxis. Patanjali und die Yoga-Sutras
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YOGA EINE ZEITLOSE ERKENNTNIS DER EINHEIT

YOGA EINE ZEITLOSE ERKENNTNIS DER EINHEIT

Patanjalis Yoga-Sutra und die Bhagavadgita

Schon vor 3000 Jahren wurde in den Veden der Yoga als ein Weg der Vereinigung mit dem Göttlichen beschrieben. VISIONEN gibt eine kurze Einführung in die frühen Klassiker des Yoga

Was heute weltweit vor allem als körperliche Praxis zur Förderung der Gesundheit bekannt ist, gilt in Indien seit über 3000 Jahren als eine geistig-spirituelle Disziplin zur Erkenntnis des wahren Selbst, in der Vedischen Philosophie Brahman genannt. Bereits in den Veden, den alten heiligen Schriften, ist von Yoga und von bestimmten Übungen die Rede. Mit den Upanishaden, den philosophischen Texten am Schluss der Veden, entwickelten sich ab dem 6. Jahrhundert in Indien sechs geistige Hauptströmungen. Yoga ist eine davon, Shamkya (auch Shankya) eine andere, gleichsam die theoretisch-philosophische Seite des mehr praktisch ausgerichteten Yoga.

Samkhya, begründet von Kapila, widmet sich der Frage, wie sich das Leben entwickelt hat. Was ist der ursprüngliche Impuls und wie entsteht diese ungeheure Vielfalt der Formen? In der Samkhya-Philosophie geschieht die Evolution in diesem Moment, und zwar nicht aus einer messbaren Quelle, sondern aus reinem Bewusstsein und Energie heraus. In Indien galt und gilt das reine Bewusstsein oder die immaterielle Energie stets als Quelle der Materie, nicht umgekehrt. Das hat wohl nicht zuletzt damit zu tun, dass die Rishis das Vorbild waren (und sind), jene Weisen, die ihr Wissen aus der eigenen Erfahrung, aus tiefer Versenkung und Meditation schöpften (und schöpfen).

Im Zustand des Yoga sind die Trübungen des Geistes aufgelöst. (Patanjali)

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