Spirituelles Spektrum

Eine Fundgrube für Definitionen und Äußerungen namhafter Weisheitslehrer und Philosophen zu ausgesuchten Aspekten der Spiritualität. Die verschiedenen Facetten eines Themas werden in aller Kürze aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet.

Als Verschmelzung unterschiedlicher Traditionslinien ist der heutige Schamanismus nicht klar zu definieren. Ein Schamane ist ganz allgemein ein Mensch mit übersinnlichen, teils wundertätigen Fähigkeiten. Im Zustand der Trance hat er direkten Zugang zu nichtmenschlichen Bereichen und Wesen. Jenseits des Käfigs der fünf Sinne gewinnt sein „Seelenvogel“ durch visionäre Erfahrungen tiefe neue Einsichten und Erkenntnisse – auch bei ganz praktischen Lebensproblemen.
Wie kam der Geist in die Welt? Wer hat das Licht im Kopf des Menschen angezündet? Was macht unser Bewusstsein aus? Diese Fragen beschäftigen seit jeher Philosophen, Theologen und Wissenchaftler. Es gibt nichts, was ihm vergleichbar ist. Es ist die Grundlage all unseres Wissens. Wir brauchen es zur Orientierung in de...
Aus den 78 Tarot-Karten lassen sich auf intuitivem Wege unerschöpfliche unbewusste Gedankenmuster und Ideenverbindungen ablesen. Die Zuverlässigkeit der Aussagen lässt sich gut mit dem willkommenen Ratschlag eines alten, weisen Menschen vergleichen, den es ernst zu nehmen und zu beherzigen gilt. Es geht aber nicht d...
Gibt es nur eine Wahrheit oder verschiedene Arten von Wahrheit wie die „objektive“ Wahrheit der Wissenschaft und die „subjektive“ des Glaubens? Die Frage nach dem Wesen der Wahrheit muss die gemeinsame Wurzel aller Wahrheiten im Blick haben. Laut Sokrates müssen wir nach der Devise „Erkenne dich selbst“ erst...
Wir flüchten heute allgemein vor der Auseinandersetzung mit Tod und Sterben. Wir sehen darin nur die Vernichtung des Lebens und glauben nicht mehr an eine jenseitige Welt. Das macht uns menschlich ärmer. Der Tod ist jedoch ei...
Wie frei sind wir eigentlich? Viele Menschen wähnen sich frei und sind nur Sklaven ihrer (Sehn-)Süchte. Frei zu sein heißt, vom außengesteuerten zum ur-eigenen Willen zu gelangen, der Ausdruck unserer Einzigartigkeit ist. Unsere Freiheit ist mithin eine Frage von Bewusstwerdung und moralischer Reife. Diese Freiheit birgt die Verantwortung wie die Chance, unser Leben geistig-ethisch wertvoll zu gestalten.
Schwer Kranke erleben hautnah das Eingreifen einer übergeordneten Kraft, die ihren Blick wieder auf das Ziel ihres Lebens lenkt. Für viele beginnt die Genesung in dem Moment, wo sie seelisch Bilanz ziehen und sich auf ihr inneres Heilungspotenzial besinnen. Es wird durch alles aktiviert, was dem Leben Si...
Suchen wir direkt nach dem Glück, wird es uns immer wieder entwischen. Wir müssen auch seinen Gegenpol einbeziehen und zu einer ganzheitlichen geistigen Lebenshaltung finden. Erst durch Vollkommenheit im Denken, Fühlen und Handeln erfahren wir mehr als flüchtiges Wohlfühl-Glück. Glück als dauerhafte Erfahrung kommt immer aus der inneren Stille: Aus dieser Quelle erfüllt das wahre Glück den Menschen als unaufhörlicher schöpferischer Fluss.
Meditation ist ein seit Jahrtausenden erprobter Weg zur Sammlung der Aufmerksamkeit. Meditieren ist ein inneres, unmittelbares, ganzheitliches Erfahren von geistigen Kräften, die eine umfassende Umschaltung des Be...
Toleranz ist entgegen der weit verbreiteten Meinung kein eigenständiger Wert, sondern wird erst dort zu einer Tugend, wo sie durch höhere Werte wie Frieden Freiheit oder Gerechtigkeit begründet ist Auf jeden Fall aber ist Toleranz das Gegenteil von Gleichgültigkeit: „Macht doch, was ihr wollt...“ Sie setzt vielmehr das eigene, lebendige Interesse am Anderen u...
Der Schönheitssinn ist der am wenigsten „tierische“ Sinn im Menschen. Da er nicht im Dienste der Selbst- und Arterhaltung steht, gilt er als Abglanz einer höheren Welt und als Bewei...
Die moderne Welt ist von großen Ideen entzaubert und ohne traditionelles Werte-Korsett. Der verlorene Sinn wird durch materielle Dinge ersetzt: durch Geld und Luxus, Erfolg und Prestige, Zerstreuungen und extreme Erfahrungen. Wo sich aber nichts mehr von selbst versteht, muss man selbst verstehen und nach Auswegen a...
Chronische Unzufriedenheit und die Sucht nach Negativität sind heute eine regelrechte Epidemie. Was tun? Pessimismus in Optimismus umzuwandeln, kann nur glücken, wenn sich die ganze Weltanschauung dahinter ändert, nicht allein durch positives Denken. Die Lösung steckt in der Erkenntnis: Unsere Gedanken haben kein Eigenleben – wir sind...
Der im Eiltempo lebende Mensch läuft Gefahr, höchsten technischen Scharfsinn mit totaler Gedankenlosigkeit zu verbinden. Denn ein Leben in Hektik macht zwangsläufig oberflächlich, geistlos und stumpf. Vernunft und Moral haben aber nur genau die Zeit, die wir ihnen einräumen. Wie können wir unsere Ungedul...
Das Druidentum ist mehr eine Natur- als eine Offenbarungsreligion. Die keltische Geisteswelt beruht auf einem (geradezu modern anmutenden) dynamischem Weltbild, in dem alle Dinge möglich sind. Ihr zentrales Symbol – der Kreis – steht für Ganzheit und Ewigkeit. Das druidische Glauben, Denken und Handeln dient dem tieferen Verständnis von Natur, Erde und Ich. Die menschliche Dreiheit von Seele, Herz und Verstand findet ihren Ausdruck in den bekannten Dreifachmustern und -symbolen wie et...
Ein Thema - sechs Sichtweisen Kann ein aufgeklärter Menschen heute noch an Gott glauben? Die häufigsten Gründe von „Nein-Sagern“ sind: die Ungereimtheiten in den heiligen Schriften; das Leid, das die versuchte Verwirklichung religiöser Ideale verursacht hat; der Verdacht, Gott sei nur ein tröstliches Wunschbild gegen die Härten des Lebens. Doch eine unklar überbrachte Botschaft muss nicht unbedingt falsch sein, ein unvollkommen realisiertes Ideal nicht schlecht. Auch der...
Die Menschen halten ihre begrenzten Wahrnehmungen des Religiösen für die Wirklichkeit Gottes selbst. Doch Gott ist keine Projektion der menschlichen Phantasie, die wir uns untertan machen können. Welches Bild also sollen wir uns von ihm machen? Die Antwort ist: gar keines. Gott ist die eine Wirklichkeit, die in allem gegenwärtig ist – ob in der Milchstraße oder im kleinsten Atom – und aus der wir unser Sein beziehen. Darum können wir nur in ihm Erlösung finden.
Das mystische Erleben der „anderen Wirklichkeit“ ist in Tausenden von Kunstwerken bekundet. Alle höheren Religionen scheinen sich über die Möglichkeit dieser Erkenntnisweise einig zu sein. Seit der Romantik wird „Mystik“ als schwärmerisch-diffuses „ozeanisches Gefühl“ (Freud) auch auf nicht religiöse Phä...
Anders als in der westlichen Philosophie galt der Mensch im chinesischen Denken nie als das Maß aller Dinge. Es kennt keine Begriffe wie „Freiheit“ und „Selbstbestimmung“. Alle religiösen Traditionen Chinas gründen sich vielmehr auf das menschliche Streben nach Harmonie: mit Kosmos und Natur, Familie und Gesellschaft. So auch der Taoismus. Sein Mittelpunkt ist das Tao: Ursprung, Weg und Ziel aller Dinge. Es wirkt durch Nicht-Handeln: das „Nichteinmischen“ in den natürlichen, spontanen...
Zen ist die freieste Lehre, bei der es absolut nichts zu lernen gibt, ein direkter Erkenntnisweg und eine praktische Lebensweise. Zen zu üben erfordert tapfere Entschlossenheit, aber nicht den Ernst eines Bergsteigers, der den K2 bezwingen will: Zen bedeutet Freude am spirituellen Weg, und dieser Weg hat kein Ende, wie weit man auch fortgeschritten ist – stets dehnt sich vor einem ein „grenzenlo ses Jenseits“ aus.
<<  Artikel 1-20 von 51  >> Einträge pro Seite:  10 20 50 100
AGBCopyright & DatenschutzImpressumKleinanzeige aufgeben