Wer in einem unbekannten Land sein Ziel erreichen will, braucht einen Wegweiser. Das gilt auch für den spirituellen Pfad. Doch einen gottverwirklichten Lehrer zu finden, ist mühselig. Was zeichnet ihn vor Pseudo-Gurus und Geschäftemachern aus? Er gründet in höchster innerer Selbst-Erkenntnis und ist frei von persönlichen Absichten. Solche Menschen sind die spirituelle Vorhut der Menschheit. Ihre Gegenwart ist für uns der größte Segen.
Unser Gehirn ist vielseitiger als jeder Computer. Der Instinkt wirkt nur wie ein Automat. Auch der Verstand ist dümmer als gedacht. Die Intuition geht weit darüber hinaus. Viele halten es für unvernünftig, ihr zu folgen. Erst wenn im Laufe der spirituellen Entwicklung Verstand und Ego schweigen, wird sie zur unfehlbaren Lebensführung.
Die Wiedergeburt von menschlichen Seelen in Tiergestalt ist sogar bei denen umstritten, für die das karmische Gesetz eine unleugbare Tatsache ist. In der umgekehrten Abfolge (vom Tier zum Menschen) wird sie dagegen meist befürwortet und als Fortschritt begrüßt. Lässt sich die auf- und absteigende Seelenwanderung auch biblisch belegen?
Als Verschmelzung unterschiedlicher Traditionslinien ist der heutige Schamanismus nicht klar zu definieren. Ein Schamane ist ganz allgemein ein Mensch mit übersinnlichen, teils wundertätigen Fähigkeiten. Im Zustand der Trance hat er direkten Zugang zu nichtmenschlichen Bereichen und Wesen. Jenseits des Käfigs der fünf Sinne gewinnt sein „Seelenvogel“ durch visionäre Erfahrungen tiefe neue Einsichten und Erkenntnisse – auch bei ganz praktischen Lebensproblemen.
Wie kam der Geist in die Welt? Wer hat das Licht im Kopf des Menschen angezündet? Was macht unser Bewusstsein aus? Diese Fragen beschäftigen seit jeher Philosophen, Theologen und Wissenchaftler. Es gibt nichts, was ihm vergleichbar ist. Es ist die Grundlage all unseres Wissens. Wir brauchen es zur Orientierung in der Welt, aber auch zur Selbsterkenntnis: Wird der Körper still, nimmt es eine Klarheit an, die unser Alltagsbewusstsein weit übersteigt.
Aus den 78 Tarot-Karten lassen sich auf intuitivem Wege unerschöpfliche unbewusste Gedankenmuster und Ideenverbindungen ablesen. Die Zuverlässigkeit der Aussagen lässt sich gut mit dem willkommenen Ratschlag eines alten, weisen Menschen vergleichen, den es ernst zu nehmen und zu beherzigen gilt. Es geht aber nicht darum, sich diesem Rat blind zu unterwerfen und die eigene Verantwortung abzugeben.
Gibt es nur eine Wahrheit oder verschiedene Arten von Wahrheit wie die „objektive“ Wahrheit der Wissenschaft und die „subjektive“ des Glaubens? Die Frage nach dem Wesen der Wahrheit muss die gemeinsame Wurzel aller Wahrheiten im Blick haben. Laut Sokrates müssen wir nach der Devise „Erkenne dich selbst“ erst zu einem produktiven Nichtwissen gelangen („Ich weiß, dass ich nichts weiß“), das jedes vermeintlich sichere Wissen zerstört und den Weg zur Wahrheit freil...
Wir flüchten heute allgemein vor der Auseinandersetzung mit Tod und Sterben. Wir sehen darin nur die Vernichtung des Lebens und glauben nicht mehr an eine jenseitige Welt. Das macht uns menschlich ärmer. Der Tod ist jedoch ein universelles Gesetz, das Schicksal aller Wesen und somit ein besonderes Ereignis IM Leben. Der Sterbevorgang sel...
Wie frei sind wir eigentlich? Viele Menschen wähnen sich frei und sind nur Sklaven ihrer (Sehn-)Süchte. Frei zu sein heißt, vom außengesteuerten zum ur-eigenen Willen zu gelangen, der Ausdruck unserer Einzigartigkeit ist. Unsere Freiheit ist mithin eine Frage von Bewusstwerdung und moralischer Reife. Diese Freiheit birgt die Verantwortung wie die Chance, unser Leben geistig-ethisch wertvoll zu gestalten.
Schwer Kranke erleben hautnah das Eingreifen einer übergeordneten Kraft, die ihren Blick wieder auf das Ziel ihres Lebens lenkt. Für viele beginnt die Genesung in dem Moment, wo sie seelisch Bilanz ziehen und sich auf ihr inneres Heilungspotenzial besinnen. Es wird durch alles aktiviert, was dem Leben Sinn und Freude gibt und den Menschen wieder in Einklang mit der Schöpfungsordnung bringt.
Suchen wir direkt nach dem Glück, wird es uns immer wieder entwischen. Wir müssen auch seinen Gegenpol einbeziehen und zu einer ganzheitlichen geistigen Lebenshaltung finden. Erst durch Vollkommenheit im Denken, Fühlen und Handeln erfahren wir mehr als flüchtiges Wohlfühl-Glück. Glück als dauerhafte Erfahrung kommt immer aus der inneren Stille: Aus dieser Quelle erfüllt das wahre Glück den Menschen als unaufhörlicher schöpferischer Fluss.
Meditation ist ein seit Jahrtausenden erprobter Weg zur Sammlung der Aufmerksamkeit. Meditieren ist ein inneres, unmittelbares, ganzheitliches Erfahren von geistigen Kräften, die eine umfassende Umschaltung des Bewusstseins bewirken: Es …fördert Gesundheit und Heilung, …schenkt uns Lebenssinn, -freude und -kraft, …macht...
Toleranz ist entgegen der weit verbreiteten Meinung kein eigenständiger Wert, sondern wird erst dort zu einer Tugend, wo sie durch höhere Werte wie Frieden Freiheit oder Gerechtigkeit begründet ist Auf jeden Fall aber ist Toleranz das Gegenteil von Gleichgültigkeit: „Macht doch, was ihr wollt...“ Sie setzt vielmehr das eigene, lebendige Interesse am Anderen und den Respekt vor seiner Einstellung voraus. Vor allem aber schließt sie auch die kritische Prüfung der eigenen Überzeugungen und das aktive Eintreten dafür ein.
Der Schönheitssinn ist der am wenigsten „tierische“ Sinn im Menschen. Da er nicht im Dienste der Selbst- und Arterhaltung steht, gilt er als Abglanz einer höheren Welt und als Beweis dafür, dass der Mensch zum Geistwesen berufen ist. Wenn ihn schon die sinnliche Erfahrung...
Die moderne Welt ist von großen Ideen entzaubert und ohne traditionelles Werte-Korsett. Der verlorene Sinn wird durch materielle Dinge ersetzt: durch Geld und Luxus, Erfolg und Prestige, Zerstreuungen und extreme Erfahrungen. Wo sich aber nichts mehr von selbst versteht, muss man selbst verstehen und nach Auswegen aus der Sinnkrise suchen. Dabei genügt es nicht, die Zusammenhänge des Lebens nur intellektuell zu analysieren, denn der Sinn des Lebens ist auch eine Frage der...
Chronische Unzufriedenheit und die Sucht nach Negativität sind heute eine regelrechte Epidemie. Was tun? Pessimismus in Optimismus umzuwandeln, kann nur glücken, wenn sich die ganze Weltanschauung dahinter ändert, nicht allein durch positives Denken. Die Lösung steckt in der Erkenntnis: Unsere Gedanken haben kein Eigenleben – wir sind der Denkende. Die Richtung unseres Denkens hängt allein von uns ab. Optimisten meistern Hindernisse, indem sie sich auf die positiven Aspekte des Lebens konzentrieren und...
Der im Eiltempo lebende Mensch läuft Gefahr, höchsten technischen Scharfsinn mit totaler Gedankenlosigkeit zu verbinden. Denn ein Leben in Hektik macht zwangsläufig oberflächlich, geistlos und stumpf. Vernunft und Moral haben aber nur genau die Zeit, die wir ihnen einräumen. Wie können wir unsere Ungeduld in Gelassenheit umwandeln? Gelassenheit fällt uns nie von selber zu. Wir müssen das Herunterschalten lernen. Nicht umsonst forderte Gott Geduld von den...
Das Druidentum ist mehr eine Natur- als eine Offenbarungsreligion. Die keltische Geisteswelt beruht auf einem (geradezu modern anmutenden) dynamischem Weltbild, in dem alle Dinge möglich sind. Ihr zentrales Symbol – der Kreis – steht für Ganzheit und Ewigkeit. Das druidische Glauben, Denken und Handeln dient dem tieferen Verständnis von Natur, Erde und Ich. Die menschliche Dreiheit von Seele, Herz und Verstand findet ihren Ausdruck in den bekannten Dreifachmustern und -symbolen wie etwa dem irischen Kleeblatt.
Ein Thema - sechs Sichtweisen Kann ein aufgeklärter Menschen heute noch an Gott glauben? Die häufigsten Gründe von „Nein-Sagern“ sind: die Ungereimtheiten in den heiligen Schriften; das Leid, das die versuchte Verwirklichung religiöser Ideale verursacht hat; der Verdacht, Gott sei nur ein tröstliches Wunschbild gegen die Härten des Lebens. Doch eine unklar überbrachte Botschaft muss nicht unbedingt falsch sein, ein unvollkommen realisiertes Ideal nicht schlecht. Auch der ersehnte Gott mag durchaus existieren. Genauso muss nicht jeder Glaubensverneiner gleich ein Gottesverneiner sein: „Religiös ist, wer den Glauben, nicht aber Gott entbehren kann.“
Die Menschen halten ihre begrenzten Wahrnehmungen des Religiösen für die Wirklichkeit Gottes selbst. Doch Gott ist keine Projektion der menschlichen Phantasie, die wir uns untertan machen können. Welches Bild also sollen wir uns von ihm machen? Die Antwort ist: gar keines. Gott ist die eine Wirklichkeit, die in allem gegenwärtig ist – ob in der Milchstraße oder im kleinsten Atom – und aus der wir unser Sein beziehen. Darum können wir nur in ihm Erlösung finden.
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