DIE MACHT DES DENKENS
Vom Pessimismus zum Optimismus
EINSEITIGES DENKEN
Es liegt in der menschlichen Natur, das eigene Leben nur aus einer einzigen Perspektive zu betrachten. Dabei nehmen wir es als etwas wahr, das uns weniger bietet, als es sollte, und verurteilen es schließlich, statt es zu würdigen.
Es liegt in der menschlichen Natur, die Welt und das eigene Leben aus einer einzigen Perspektive zu betrachten. Auf diesen Umstand reagieren wir oft mit Langeweile und Angst, während zugleich außergewöhnliche Erlebnisse erschwert werden, und das selbst in den vermeintlichen „guten“ Phasen. Wir nehmen unser Leben als ein unveränderbares, statisches wahr, das uns weniger bietet, als es sollte, weshalb wir es schließlich verurteilen, statt es auszukosten. Dieses unreflektierte Denken führt zu dem, was die Forschung als eine schleichende Epidemie bezeichnet. Sie kostet jährlich 50 Milliarden Dollar für Krankenzeiten, verminderte Produktivität und Therapien und trifft beinahe acht von zehn Menschen.
Doch noch schlimmer als die volkswirtschaftlichen sind natürlich die Auswirkungen der Epidemie auf die Psyche der Menschen. Millionen Menschen sind auf der Suche nach Auswegen: Sie durchstöbern das Lebenshilfesortiment der Buchhandlungen, reisen zu Selbsthilfeseminaren und schauen sich treu und brav die Psychotheraphieshows im Fernsehen an. Diese Epidemie chronischer täglicher Unzufriedenheit äußert sich in einer Mischung aus Niedergeschlagenheit und Wohlbefinden. In diesem Zustand ist es schwer, das Geschenk des Lebens zu würdigen...
Paul Pearsall
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