WAS IST MAGIE?

WAS IST MAGIE?

(K)eine okkulte Gefahr?

Wer aus zweifelhaften Motiven nach innerer Kraft strebt, bringt meist nicht die nötige Ausdauer dafür auf. Deshalb bleibt das Böse im Okkultismus immer auf ein gewisses Maß beschränkt.

Der Westen denkt (bei Magie) an die warnenden Beispiele des Missbrauchs der Konzentrationskraft durch unmoralische Menschen, die so genannten „schwarzen Magier“. Im Osten scheinen selbst anerkannte Autoren wie Pantanjali und Shankaracharya diese Gefahr weniger ernst zu nehmen. Sie sind der Meinung, dass es zu schwer ist, nennenswerte psychische Kräfte zu entwickeln, ohne dass vorher ein entsprechender moralischer Standard erreicht worden ist. Man mag diese Auffassung teilen oder nicht, aus der Vergangenheit sind zahlreiche Fälle des Missbrauchs der Konzentration bekannt und ereignen sich auch heute noch.

Doch wie auf allen Gebieten menschlichen Strebens, gibt es hier eine Sicherung, die Zahl und Wirkung jener beschränkt, die den Besitz außergewöhnlicher Kräfte psychischer Kräfte, in Indien „Siddhis“ genannt, begehren. Es ist die Ausdauer. Die Natur des Menschen ist so beschaffen, dass derjenige, der aus nichtigen oder zweifelhaften Motiven nach innerer Kraft strebt, gewöhnlich nicht die für einen Erfolg notwendige Zähigkeit aufbringt. Deshalb bleibt die Wirkungsmöglichkeit des Bösen im Okkultismus immer auf ein gewisses Maß beschränkt, dank der moralischen Schwäche und der unreinen Ziele des Adepten der „Schwarzen Magie“.

MOUNI SADHU

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