Dr. Joachim Reinelt (geb. 1956) nahm schon in jungen Jahren das Meditieren auf. Nach einer technischen Erstausbildung und einer längeren Indienreise studierte er Vergleichende Sprachwissenschaft/Indogermanistik in Frankfurt und dann Indologie in Heidelberg mit mehreren Studienund Forschungsaufenthalten in Indien. Parallel dazu Leitung eines Meditationszentrums und dann Arbeit als Patientenbetreuer an der Universitätsklinik Heidelberg. Promotion (2000). Zusatzausbildung in Sterbebegleitung. Heute Autor div. Fachbeiträge über Yoga und Seminarleiter für Meditation.
Anschrift
Dr. Joachim Reinelt
Kranichweg 1
D-81827 München
Artikel des Autors
Man sieht nur mit dem Herzen gut“, heißt es in Saint-Exupérys weltberühmtem Werk „Der kleine Prinz“. Doch wie sieht man eigentlich mit dem Herzen? Wie es scheint, haben viele Menschen, besonders hier in der westlichen Welt, eben diese Fähigkeit, wie überhaupt die Beachtung und Wertschätzung des Herzens in hohem Maße verloren. Was man verloren hat, lässt sich jedoch eventuell wiederfinden.
Meditation ist genau genommen der natürliche Zustand unseres Bewusstseins. Doch leben die wenigsten Menschen in bzw. aus dieser ursprünglichen Erkenntnis des wahren Selbst. So nimmt die tägliche Meditationspraxis Züge einer spannenden Entdeckungsreise an.
Die alten Traditionen des Yoga lehren, dass sich in jedem Menschen eine – zumeist unentdeckte – Quelle der Kraft, Schönheit, Kreativität, Zuversicht und Zufriedenheit befindet. Diese Kraftquelle – Kundalini – wartet nur darauf, aktiv zu werden und unsere karmischen Blockaden zu beseitigen. Kundalini ist vielen bekannt als die „geheimnisvolle Kraft“, „kosmische Energie“, „göttliche Macht im Inneren des Menschen“. Dies ist sicherlich alles richtig. Doch obwohl ihr etwas Verborgenes, Mystisches und Schwer-Erreichbares anhaftet, ist sie uns in Wirklichkeit alles andere als fern. Sie ist es, aus der buchstäblich alles besteht. Sie ist die treibende Kraft hinter allen Prozessen des Lebens – außerhalb und i...