Meister Zhang Sanfeng erkannte im 12. Jahrhundert die Grundsätze des Taiji: Ein Kranich griff eine Schlange mit seinem Schnabel an. Sie aber wich allen Angriffen aus, um ihrerseits die ungeschützten Stellen des Kranichs anzugreifen. Der Kranich musste vor jedem Hieb zum Zielen innehalten, die geschmeidige Schlange hingegen war zum Ausweichen und Angreifen in ständiger Bewegung – und gewann den Kampf. Aus diesen Prinzipien entwickelte er die Bewegungs- und Kampfkunst Taijiquan: Durch langsame, geschmeidige und fließende Bewegungen die Geschmeidigkeit eines Kindes, die Gesundheit eines Holzfällers und die Gelassenheit eines Weisen erlangen – und eine spezielle innere Energie durch das Zusammenspiel von Geist, Atem und Bewegung.