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Visionen

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In früheren Zeiten mussten Eingeweihte erst mühsam alle sechs Körper-Chakren durchlaufen, um die höheren spirituellen Regionen zu erklimmen. Heute gibt es einen viel leichteren und kürzeren Weg, der direkt vom sechsten Chakra aus aufwärts führt.

Spirituelles Basiswissen, meisterhaft gelehrt

WEG ODER UMWEG? Die Liebe, Gnade und Barmherzigkeit, die sich in Fülle durch die Heiligen verströmt, drückt sich zweifelsohne darin aus, dass sie den Menschen seit jeher die Grundlagen des wahren (in der Rückbindung an Gott wurzelnden) Glaubens offenbaren und ihnen einen leichten und einfachen Weg zur Gottverwirklichung weisen.

Die Eingeweihten früherer Zeiten mussten ihre spirituellen Übungen vom ersten Energiezentrum aus beginnen, das als Wurzel-Chakra bekannt ist. Mit großer Mühe und erheblichem Zeitaufwand stiegen einige wenige so bis zum sechsten Energiezentrum auf, und noch kleiner ist die Anzahl derer, die auf diese Weise überhaupt bis zur ersten oder zweiten spirituellen Ebene vordrangen und den Status eines Yogi oder Yogishwars erreichten.

Mittlerweile haben die Heiligen die Praxis eingeführt, die Aufmerksamkeit von Anfang an auf das sechste Chakra in der Stirn zu richten, anstatt erst mit dem Achtfältigen Pfad (Ashtang Yoga) zu beginnen, der die Kontrolle des Atems beziehungsweise Pranayama-Übungen vorsieht. Statt dessen lehren die Heiligen ausdrücklich den Leichten Yogaweg (Sahaj Yoga), der auch Yoga der Seele oder Yoga des inneren Lichts und Klangs genannt wird und von jedermann ohne Schwierigkeiten ausgeführt werden kann.

KOPIE ODER ORIGINAL? Die spirituellen Vorteile dieses Leichten Yogawegs sind ungleich größer als der Nutzen der Hatha Yoga-Praxis oder anderer Yoga-Arten, die zu jeweils eigenen Zwecken geübt werden. Überdies fallen dem Schüler des Yogas der Seele die Vorzüge aller übrigen Methoden im Laufe seines Fortschritts ganz von selber zu.

Man stelle sich nur einmal vor, wie weit die Yoga-Übenden, die sich erst auf das Nabel- oder Herz-Chakra konzentrieren, vom Ursprungsort der Heiligen entfernt sind! Diese Energiezentren spiegeln die wahren himmlischen Regionen lediglich wider. Selbst wenn es also jemandem gelingt, die Energien dieser Zentren zu beherrschen, ist alles, was er damit erreicht hat, nur eine Kopie des Originals.

Heutzutage ist es besonders schwer, Zugang zum Nabel- oder Herzzentrum zu gewinnen, da niemand mehr in der Lage ist, Pranayama oder andere Yoga-Arten präzise und korrekt genug auszuführen. Wenn Yoga-Übende, die den Weg über die Chakren beschreiten, kein Wissen von den höheren Regionen und deren Zielort haben und daher die unteren Ebenen mit den höheren verwechseln, dann fragt es sich, wie sie es anstellen wollen, die letzte Stufe des spirituellen Weges oder das Reich des Höchsten zu erklimmen.

ABSTIEG ODER AUFSTIEG? Aus diesem Grunde erklären die Heiligen, die sich bis zur höchsten und reinsten spirituellen Ebene erhoben haben, den Menschen, dass sie sich täuschen und in die Irre führen lassen, wenn sie Gott dort suchen, wo er nicht zu finden ist.

Das ist die Lage derjenigen, die versuchen, nacheinander die sechs Energiezentren zu durchqueren, oder sich mit irgendeiner Form von Anbetung befassen, die sich im Inneren des Körpers vollzieht. Und wer sich gar mit äußeren Verehrungsformen begnügt, die auf rein körperliche Weise ausgeführt werden wie das Pilgern zu Wallfahrtsorten, Fastenübungen oder die Verehrung von Götzenbildern, lebt sogar in völliger Finsternis und zählt überhaupt nicht als Gottesverehrer. Wenn er damit fortfährt und nicht anfängt, seinen wahren Herrn zu suchen, wird er ihn nie verwirklichen.

Ist es denn etwa keine Sünde, wenn ein Mensch, der mit einem so kostbaren Körper versehen ist, dass Gott selber darin wohnt, es nicht weiter bringt als bis zum Abstieg in die Hölle (der endlosen Wiedergeburten) oder in niedere Lebensformen? Müsste er nicht, statt sich so weit zu erniedrigen, vielmehr seine gegenwärtige Verkörperung als Mensch dazu nutzen, sich bis zur Stufe Gottes aufzuschwingen?

Sollte er einem wahren Heiligen begegnen, der Gemüt und Materie überwunden hat, oder gar einem vollendeten Meister – das heißt einem Menschen, der den Wahren Gott wahrhaft verwirklicht hat –, und sollte er in Gottes barmherzigen Augen Gnade finden, würde es ihm leicht gemacht, den spirituellen Pfad aufzunehmen.

VORGESTELLT. Seth Shiv Dayal Singh (1818-1878), bekannt als Soamiji von Agra, lehrte ab 1861 den Pfad des inneren Lichts und Klangs.

 Soamiji von Agra

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