Magazin Visionen - Einfach. Besser. Leben.

Visionen

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 Liebe für alle Wesen

Gottliebende lieben alle Wesen, gleich welcher Art, mit einheitlicher Liebe (vgl. „Gott lieben – wie ist das?“ in diesem Heft). Eine Begebenheit aus „Alice hinter den Spiegeln“ von Lewis Carroll zeigt anschaulich, wie dies möglich ist.

 IM WALD DER NAMENLOSIGKEIT. „Alice gelangte zu einem Wald. Er sah sehr dunkel aus, und sie fürchtete sich ein bisschen davor, ihn zu betreten. „Das muss der Wald sein, in dem die Dinge keinen Namen haben“, sagte sie gedankenvoll. „Was wird nur mit meinem Namen werden, wenn ich dort hineingehe? Ich würde ihn nur ungern verlieren.“

Der Wald wirkte sehr kühl und schattig. „Nun, jedenfalls ist es hier angenehm“, sagte sie, als sie unter die Bäume trat. „An einem so heißen Tag geht man gern in den – unter das“, und sie legte ihre Hand an einen Baumstamm. „Wie heißt das nur? Ich glaube, es heißt überhaupt nicht! – Natürlich nicht!“ Sie stand eine Weile geistesabwesend still; dann begann sie erneut: „Es ist also wirklich geschehen! und ich(?) bin jetzt...?“

Wer sind wir? In diesem Moment näherte sich ein Reh. Es schaute Alice mit großen, sanften Augen an, schien aber gar nicht erschrocken. „Wie heißt du?“, fragte das Reh endlich. Was für eine liebe, sanfte Stimme es hatte! Alice antwortete: „Ich heiße jetzt gar nicht. Aber kannst du mir nicht bitte sagen, wie du heißt?“, fragte sie schüchtern. „Ich will es dir sagen, wenn du noch ein Stückchen mit mir weitergehst“, erwiderte das Reh. „Hier fällt es mir nicht ein.“ So schritten sie gemeinsam durch den Wald. Alice hielt den Arm zärtlich um den weichen Hals des kleinen Rehs geschlungen, bis sie ein offenes Feld erreichten.

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