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Ein Thema – sechs Facetten

Das Christentum als Weltreligion ist in eine Vielzahl von Gemeinschaften zersplittert und uneins. In der Botschaft von Gott, der Mensch werden kann, und der Möglichkeit, in die Höhe des Göttlichen aufzusteigen, findet es jedoch die vielbeschworene Einheit.

 Christentum und kulturelle Entwicklung
Das Christentum muss dem Menschen mehr zutrauen, als bisher faktisch geschehen ist.

Ich sprach gerade von den beiden Möglichkeiten: dass der Mensch aufsteigen kann zur Höhe des Göttlichen – und das Christentum hat dafür einen Kulminationsbegriff, wenn es sagt: Wir sind zur Gotteskindschaft berufen –, dass er sich aber auch fallenlassen kann, bei Pico della Mirandola bis zur Niedrigkeit des Tierischen – ich würde sagen: bis zu den Zuständen der Selbstaufgabe, der Selbstwegwerfung und schließlich Selbstzerstörung, deren sich dann jene Diktatoren bemächtigen, die es darauf angelegt haben, den Menschen bis in seine innersten Überzeugungen hinein zu manipulieren. Das ist die Geschichte des Menschen mit sich selbst. Er kann sich erheben, er kann sich selber veredeln und das anstreben, was ich als Kern des ganzen Kulturlebens bezeichne, nämlich die Persönlichkeitskultur.

Das Christentum muss dem Menschen mehr zutrauen, als bisher faktisch geschehen ist, einfach deswegen, weil Gott ihm mehr zutraut. Weil Gott ihn als seinen Partner haben will und als denjenigen, zu dem er Kind sagen kann, so wie der Mensch dann seinerseits zu Gott Vater sagen darf.

 Eugen Biser

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