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Visionen

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Vom Opferritual zur Geschenkkultur

Lange galt als spirituell, wer sich für materielle Güter nicht interessierte. Das Verhältnis von Religion und Wirtschaft hat sich im Laufe der Geschichte gewandelt und ist immer noch ein aktuelles Diskussionsthema.

 Wirtschaft und Spiritualität – wie passt das zusammen? In welchem Verhältnis stehen diese beiden Bereiche unseres Lebens zueinander? Vielleicht wie Erde und Himmel, Bodenständigkeit und Weite, die sich gut ergänzen? Oder repräsentieren sie eher materielle Anhaftung im Unterschied oder gar Gegensatz zum Streben nach Höherem, Ideellem, reinem Geist?

Bemerkenswert ist zunächst einmal, dass etliche Begriffe aus der Finanzbranche mit Begriffen aus Religion und Ethik übereinstimmen. In seinem Blog entdeckt Ronald Engert, Herausgeber der Zeitschrift Tattva viveka, solche Parallelen in den Worten Erlös und Erlösung, Schulden und Schuld, Verdienst und Dienen (im Sinne von Hingabe), Kredit und Credo. Und Begriffe wie Reichtum oder Zuwendung beziehen sich sowohl auf materielle wie auf geistig-emotionale Werte. Engert zieht den Schluss: „Die beiden Sphären des Geldes und der Spiritualität greifen unmittelbar ineinander. Wahrscheinlich sind sie in der Urzeit auseinander hervorgegangen. Geld als abstrakter Wertindikator ist der nach außen manifestierte Ausdruck unserer inneren Werte sowie der realen Kräfteverhältnisse.“ (Quelle: www.ronaldengert.com/tag/wirtschaft/).

Die wechselseitige Beziehung von Ökonomie und Spiritualität, von Geld und Ethik ist unser Thema hier. Schauen wir zunächst in die Geschichte.

Wenn der Taler im Kasten klingt, die Seele aus dem Feuer springt! (Johann Tetzel, Dominikanermönch, 1465–1519)

Buchtipp: Charles Eisenstein, Ökonomie der Verbundenheit

 Christian Salvesen

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