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Die Vorstellungen von Recht und Gerechtigkeit sind verschieden in unterschiedlichen Kulturen und haben sich auch im Laufe der Zeiten gewandelt. Christian Salvesen sucht nach einem gemeinsamen Nenner.

Recht und Gerechtigkeit zählen zu den elementaren Aspekten unseres Lebens, und ebenso natürlich die Gegenseite: Unrecht und Ungerechtigkeit. Letztere können die Gemüter aufs Heftigste erregen und sind häufig Anlass zu Mord und Totschlag: Individuelle Rache an einzelnen Menschen oder Aufstände, Revolten, Revolutionen ganzer Völker, die sich gegen die Ungerechtigkeit einer Gesellschaftschicht oder eines Systems zur Wehr setzen. Meist war und ist die Forderung nach Gerechtigkeit mit der Forderung „Gleiches Recht für alle“ verbunden, wie zum Beispiel in der Französischen Revolution.

Allerdings sind Recht und Gerechtigkeit nicht dasselbe. Wo das Recht des Stärkeren gilt, herrscht eben nicht unbedingt Gerechtigkeit. Deshalb lehnen sich ja die scheinbar Schwächeren, Unterprivilegierten auf. Sind sie dann an der Macht, kann es wieder zur Ungerechtigkeit kommen. Nun werden die zuvor Mächtigen unterdrückt. Die Waagschale der Gerechtigkeit ist aus dem Gleichgewicht. Wer hat Recht? Die Mehrheit?

Die Frage, was gerecht und was ungerecht ist, hat etliche bekannte Gelehrte und Philosophen auf den Plan gerufen. Eine erschöpfende und klare Definition ist bis heute nicht zustande gekommen. Dabei können sich schon Dreijährige beschweren, wenn sie etwas als ungerecht empfinden: „Der hat mehr gekriegt als ich!“ Gibt es eine Art angeborenes Unrechtsempfinden? Was hat es mit dem Gewissen auf sich? Die Kirche beruft sich darauf als eine Gottgegebene moralische Instanz.

Christian Salvesen

Gerechtigkeit ist die Nächstenliebe der Weisen. (Gottfried Wilhelm Leibniz)

FOTO: Thinkstock

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