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Im Gespräch mit Sufi -Sheikh Hassan Dyck

Sheikh Hassan Dyck ist Vertreter des Naqshbandi-Sufiordens, dessen letzter Großmeister Maulana Sheikh Muhammed Nazim Adil al-Haqqani auf Zypern lebte und im Mai 2014 dort verstarb. Diese Linie des Naqshbandi-Sufiordens führt wie eine Kette in der vierzigsten Folge auf den Propheten Mohammed, den Gründer des Islams, zurück. Die Sufis gehen einen mystischen Weg des Islams, der aus dem Inneren heraus, dem Weg des Herzens folgend, dem Pfad der göttlichen Liebe, gelebt wird.

Sheikh Hassan Dyck studierte klassische Musik mit Schwerpunkt Cello in Berlin in den 70er Jahren. Um seine musikalischen Kenntnisse zu erweitern, bereiste er den Orient. Er studierte Hinduismus und Buddhismus, öffnete sich für die indische sakrale Musik. In Saudi-Arabien und Damaskus lernte er Arabisch und traf 1979 in Damaskus auf seinen Meister, Sheikh Nazim Adil al-Haqqani. Diese Begegnung führte dazu, dass er dem sufischen Weg des Naqshbandi-Ordens im Islam folgte.

Sheikh Hassan Dyck ist ein begnadeter Musiker, der europaweit Konzerte vor großem Publikum gibt. Auch damit folgt er einer Sufi-Tradition: mit Musik, die aus dem Herzen fließt, die Herzen der Menschen zu berühren und mit ihren Klängen den eigenen Pfad zu öffnen. Ganz nach Sufi-Art erzählt er dazu Geschichten, die voller Humor und Lebensweisheit sind.

1995 eröffnete Sheikh Hassan Dyck die Osmanische Herberge in der Eifel, das deutsche Zentrum des Naqshbandi-Ordens. Sie ist eine internationale Begegnungsstätte für Muslime und Nicht-Muslime, um in einen Dialog der Herzen zu kommen, die sich nach Frieden und Liebe sehnen. Seine Schrift „Verbot von Angriffen auf Zivilisten“ (in Englisch und Deutsch erschienen) basiert auf Liebe und Mitgefühl, wie sie im Islam geboten und im Koran aufgezeigt sind. Dies kommt auch im folgenden Interview zum Ausdruck.

Ein Sufi gibt sich nicht mit Hölle oder Paradies zufr ieden, sondern will sich mit Gott vereinen.
Elisabeth Geissler

FOTO: Axel A. R. Kirchhoff

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