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Ein Thema – sechs Facetten

Mut ist wie ein göttliches Feuer in uns, welches unser Dasein zu etwas Besonderem macht.

Mut ist die Macht der Transformation

Man kann der Angst nicht durch Begründungen Herr werden, nur durch Mut

In dem Begriff „Mut“ sind theologische, soziologische und philosophische Gehalte vereinigt. Wenige Begriffe sind so wie er geeignet, als Schlüssel zum Verständnis der menschlichen Situation zu dienen. Mut ist vor allem ein ethischer Begriff, aber er verweist auf den ganzen Bereich der menschlichen Existenz, und seine Wurzeln reichen in die Tiefe des Seins selbst. Er muss ontologisch betrachtet werden, wenn er ethisch verstanden werden soll.
Überlegungen anstellen und Schlüsse ziehen ist eine kognitive Funktion, etwas vom persönlichen Zentrum Verschiedenes, das niemals Mut in uns erzeugen könnte. Man kann der Angst nicht durch Begründungen Herr werden. Das ist keine erst neuerdings gemachte Entdeckung der Psychoanalyse. Der stoische Mut setzt die Hingabe des persönlichen Zentrums an den logoss des Seins voraus, er ist Partizipation an der göttlichen Macht der Vernunft, in der der Bereich der Leidenschaften und Ängste transzendiert ist. Der Mut zum Sein ist der Mut, unsere eigene vernünftige Natur zu behaupten trotz all dessen in uns, was der objektiven Vernunft des Seins selbst widerstreitet.

Paul Tillich

Zusammenstellung: Petro Mudryk

FOTO: shutterstock

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