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Tee-Zeremonie

Mit einer Tee-Zeremonie lassen sich Entspannung, Schönheit und Gesundheit in den Alltag holen. Eine duftende Oase in der kalten Jahreszeit.

Die junge Frau ist in lilafarbene Seide gehüllt. Sie kniet neben einem leise plätschernden Springbrunnen und gießt graziös den Tee im Teekännchen auf. Unter den harmonischen Klängen klassischer Musik Ihrer Heimat füllt sie ihn in ein Gießkännchen um und gibt ihn von dort in hohe Duftbecher, aus denen ein zarter Hauch nach Flieder aufsteigt. Dann gießt sie ihn mit zierlichen Bewegungen in die vorgewärmten Trinkschälchen. Die Dame kommt aus Taiwan, wo der Duft des kostbaren Oloong-Tees einen wichtigen Bestandteil des Gong Fu Cha, der chinesischen Teezeremonie, darstellt. Diese stammt aus der Zeit der Ming-Dynastie und stellt eine aufwändige, aber auch extrem kunstvolle Art der Teezubereitung dar. Die Fertigkeit, die sich über Jahrhunderte entwickelte erfordert ein liebenswürdiges Auftreten, vollendete Gesten und umfassendes Wissen über das Wesen des Oolong-Tees. Sie dient nicht nur dem Genuss, sondern klärt den Geist, beruhigt, entspannt und baut Stress ab. „Oo long“ (schwarzer Drache) bezeichnet sowohl die Sorte als auch den Herstellungsprozess des Tees. Ursprünglich aus China stammend, werden heute die besten Sorten in einer erstaunlichen Geschmacksvielfalt in den Bergen Taiwans angebaut und geentert.

Martina Phar

FOTO: Thinkstock

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