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Die hohe Kunst, Krisen und Schicksalsschläge zu meistern

Wer im Laufe seines Lebens ein starkes seelisches Immunsystem entwickelt, ist besser darauf vorbereitet, Katastrophen und Schicksalsschläge zu meistern. Er wird sich in Umbruchphasen leichter neu orientieren und findet selbst in der Krise einen Zugang zur inneren Kraftquelle. Nach solch einer inneren Stärke sehnen wir uns alle, aber nicht jedem von uns ist sie von Anfang an mitgegeben.

Diese unerschütterliche Kraft – woher beziehen Menschen sie? Sind eine bestimmte Denkweise, die Sozialisation, eine Gabe oder gar die Gene dafür verantwortlich? Was sind die Gründe dafür, dass der eine in der Krise buchstäblich über seine Grenzen hinauswächst, während ein anderer resigniert und am Boden zerstört ist?  

Zuversicht und Selbstvertrauen entwickeln

Wie die seelische Widerstandsfähigkeit über den Verlauf eines Heilungsprozesses, eines Schicksalsschlages oder einer schweren Krise entscheidet, kann man an vielen positiven Verläufen sehen: sei es der unerwartete Heilungsprozess, der sprichwörtlich erlösende Lichtblick am Ende eines Tunnels oder der Perspektivenwechsel, der den Ausstieg aus einer verfahrenen Situation aufzeigt. All diesen Situationen liegt die Stärke des inneren seelischen Widerstands, des Vertrauens und der Zuversicht zugrunde, aber auch die Fähigkeit, seine Ressourcen anzuzapfen.

Resilienz* ist nicht angeboren, sie wird im Laufe des Lebens entwickelt. Was das berühmte Stehaufmännchen vom Zauderer oder Zweifler unterscheidet, ist im Wesentlichen die innere Zuversicht. „Eine Krise kann ein produktiver Zustand sein. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen“, so Max Frisch. Diese Sichtweise ist eine Qualität, die dem Leben selbst in Zeiten von Umbrüchen noch etwas Gewinnendes abringt und uns die Ereignisse eher als Herausforderung denn als Bedrohung sehen lässt. Sicherlich trifft den resilienten Menschen einen Schicksalsschlag genauso hart wie jeden anderen; was ihn aber von den anderen unterscheidet, ist die Fähigkeit sich selbst aus dieser Misere zu befreien. Damit ist in allererster Linie gemeint, dass wir uns mental, emotional und auch physisch weiterbewegen und nicht in einer Starre verharren.

Gerade bei Schicksalsschlägen, wenn uns die Kontrolle über das eigene Leben entgleitet, verbindet sich der spirituelle Mensch mit dieser größeren, alles erhaltenden und allumfassenden Kraft.

Regina Bönsel

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