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Gesundheit

Das Geheimnis der Gesundheit verweist über den Körper hinaus und  ist erst dann entschlüsselt, wenn der Mensch den göttlichen Ursprung seiner Seele entdeckt.

Medizin und Seele

Die Seele ist komplex. Ich weiß, wie das Gehirn aussieht - ich habe es auf dem Seziertisch gesehen. Aber die Seele geht weit über die Art von Medizin hinaus, die ich erlernt habe. Und doch weiß ich, dass sie untrennbar zur Medizin und zu dem Menschen gehört, den ich ansprechen muss. Das ist der erschreckende und faszinierende Aspekt meiner Tätigkeit, gerade diesen Bereich zu berücksichtigen, von dem ich nur wenig verstehe und der auf die Menschen, mit denen ich arbeite, so starken Einfluss hat. Wir glauben mehr über den Körper zu wissen als über die Seele. In Wirklichkeit wissen wir auch über den Körper sehr wenig, aber es ist viel im Vergleich zu dem, was wir noch über die Seele zu lernen haben.
Thomas Delbanco

Medizin - Fluch oder Seegen?

Die medizinische Wissenschaft ist eher ein Fluch als ein Segen für die Menschheit gewesen. Sie hat zwar die Macht von Epidemien gebrochen und  eine wunderbare Chirurgie entwickelt, aber auch die natürliche Gesundheit des Menschen geschwächt und individuelle Krankheiten vermehrt; sie  hat in Geist und Körper Furcht und Abhängigkeit eingepflanzt und unserer Gesundheit beigebracht, nicht auf natürlichem Wohlsein zu beruhen, sondern sich auf eine wacklige und widerwärtige Krücke zu stützen, die aus dem Tier- und Pflanzenreich zusammengesetzt ist. Der Arzt zielt mit  der Medizin auf eine Krankheit; manchmal trifft sie, manchmal nicht. Die Fehlschüsse lässt man außer Betracht, die Treffer werden gesammelt,  berechnet und in ein wissenschaftliches System gebracht. Was heilt, ist nicht so sehr die Medizin als der Glaube des Patienten an Arzt und  Medizin. Beide sind ein plumper Ersatz für den natürlichen Glauben an das eigene Vermögen, den sie zerstört haben.
Sri Aurobindo

Was ist Krankheit?

Krankheit ist ohne Ausnahme der Ausdruck einer Gleichgewichtsstörung. Doch es gibt viele Gleichgewichtsstörungen... Zunächst spreche ich nur vom Körper, ich spreche nicht von Nervenkrankheiten des Vitalen oder von Geisteskrankheiten... Wenn alle eure Organe, wenn alle Glieder und Teile eures Körpers miteinander in Harmonie sind, seid ihr vollkommen gesund. Nun entsteht irgendwo eine kleine Unausgeglichenheit, und  sofort hat man eine kleinere Krankheit, eine größere Krankheit oder eine ganz schwere Krankheit, oder aber es stößt einem ein Unfall zu. Das  geschieht immer dann, wenn ein inneres Ungleichgewicht vorhanden ist. Damit ihr immun seid, wenn ihr irgendetwas tut, ohne dass euch ein  Unfall zustößt, müsst ihr ein dreifaches Gleichgewicht haben – ein mentales, vitales und physisches – und nicht nur in jedem dieser Teile, sondern  in den Beziehungen der drei Teile untereinander.
Die Mutter (Mirra Alfassa)

Medizinische Einseitigkeit

Die herkömmliche Medizin konzentriert sich auf einzelne Teile des Körpers. Wir betrachten die Lunge, die Niere, den Magen, das Gehirn. Beinahe  für jedes Organ gibt es heute einen Facharzt. Wir verzichten in der Regel darauf, aus diesen Einzelbeobachtungen wieder ein Gesamtbild  zusammenzusetzen, und beginnen mit der Behandlung der einzelnen Organe. Salopp gesagt drehen wir den Patienten durch die „Organmühle“. Wenn wir ihn nicht als ganzen Menschen betrachten, schließt er sich vermutlich unserer Sichtweise an und glaubt, er müsse sich beispielsweise  ganz auf sein Nierenleiden konzentrieren. Der eine Arzt hat ihm ein Herzmittel verschrieben, und nun fragt er sich, ob sein Nierenmittel nicht  vielleicht herzschädlich ist. Wenn er den Nierenfacharzt um Rat bittet, kann es sein, dass dieser ihm auch nicht weiterhilft, weil er eben kein  Herzspezialist ist.
David Smith

In Bezug zum Ganzen sein

In unserer Kultur erreichen wir die höchste Konzentration, wenn wir zornig oder besorgt sind und wenn wir Angst haben. Nichts scheint der  Konzentration so förderlich zu sein wie Zorn. Nur kann diese Art der Konzentration negative Folgen haben. Der Herzschlag beschleunigt sich, der Blutdruck steigt, die Arterien des Herzens verengen sich, und es können sich Blutgerinnsel bilden. Wenn wir lernen, unsere geistige Energie zu konzentrieren, können wir dieses Prinzip auch einsetzen, um zu heilen. Ich bin zu der Überzeugung gelangt, dass alles, was Einsamkeit fördert, zugleich auch chronischen Stress erzeugt, der wiederum zu Erkrankungen, wie denen des Herzens, führen kann. Umgekehrt kann alles, was ein  Gefühl der Nähe, der Gemeinschaft und der Zusammengehörigkeit fördert, heilend wirken. Die meisten Menschen kennen das Gefühl, Teil eines größeren Ganzen zu sein. Gebete und Meditation sind Instrumente der Verwandlung, Wege, den Menschen diese Erfahrung unmittelbar  zugänglich zu machen.
Dean Ornish

Das Urbild des Körpers

Hinsichtlich der Gesundheit ist das Urbild, das jeder in sich trägt, sein unverletzlicher, jenseits der Zeit und ihrer Fährnisse geschaffener Körper,  der in die leibliche Erscheinung ausstrahlt und der auch in der Heilung wirksam wird. In jede Heilung spielen schöpferische Kräfte ein. Im Stande  vollkommener Gesundheit, wie sie selten geworden ist, besitzt der Mensch auch das Bewusstsein dieser höheren Gestaltung, deren Aura  ihn sichtbar umstrahlt. Bei Homer finden wir noch die Kenntnis solcher Frische, die seine Welt belebt. Wir finden freie Heiterkeit mit ihr  verbunden, und in dem Maße, in dem die Helden sich den Göttern nähern, gewinnen sie an Unverletzbarkeit – ihr Leib wird geistiger. Auch heute  geht die Heilung vom Numinosen aus, und es ist wichtig, dass der Mensch, zumindest ahnend, sich von ihm bestimmen lässt. Der Kranke, und  nicht der Arzt ist Souverän, ist Spender der Heilung, die er aus Residenzen entsendet, die unangreifbar sind. Verloren ist er erst, wenn er den  Zugang  zu diesen Quellen verliert. Die Ärzte zu meiden, sich auf die Wahrheit des Körpers zu verlassen, doch freilich ihrer Stimme auch zu  lauschen, ist für den Gesunden das beste Rezept.
Ernst Jünger

Zusammenstellung: Petro Mudryk

FOTO: Thinkstock

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