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lächelnder Buddha

Heute schon gelächelt? Warum nicht? Mit einem Lächeln auf den Lippen, in den Augen, im Herzen lassen sich auch die schwierigsten Situationen leichter meistern.

Mehr Lebensfreude durch die positive Kraft des Lächelns

Lächeln bedeutet zunächst Freude und Entspannung: Durch ein Lächeln signalisieren wir den Mitmenschen unsere wohlwollenden, friedlichen Absichten (und fast immer antworten sie ihrerseits mit einem Lächeln). Das Lächeln ist selbst ein entspannter, energiesparender Vorgang, denn wir gebrauchen dabei nur 17 Gesichtsmuskeln, während bei einem besorgten oder wütenden Gesichtsausdruck mehr als 60 Muskeln zum Einsatz kommen.

Das Lächeln auf unserem Gesicht ist aber auch ein Signal an das eigene Gehirn: Französische Neurowissenschaftler haben nachgewiesen, dass die am Lächeln  beteiligten Gesichtsmuskeln um Mund und Augen die Ausschüttung bestimmter Neurotransmitter (Botenstoffe) im Gehirn auslösen. Dazu gehören  Beta-Endorphine (Glückshormone), die zum einen Stress auflösen und für eine gehobene Stimmung sorgen und zum anderen eine heilsame Wirkung auf die Gesundheit haben: Sie fahren die Stresshormone Cortisol und Adrenalin herunter und wirken Angst lösend; sie wirken schmerzstillend, immunstärkend  (T-Helfer-Zellen) und entzündungshemmend, und sie verbessern die Wahrnehmung. Kurzum: Lächeln beflügelt das Wohlbefinden.

Diese Kopplung von lächelnden Gesichtsmuskeln und Ausschüttung von Glückshormonen läuft automatisch ab, ganz unabhängig von Ihrer tatsächlichen  Stimmungslage. Dies können Sie sich in schwierigen Zeiten zunutze machen: Auch wenn Ihnen so gar nicht nach Lächeln zumute ist, setzen Sie so gut Sie  können ein Lächeln auf und die lächelnden Gesichtsmuskeln senden das gewohnte Nervensignal an das Gehirn, das nichtsahnend diesem Mechanismus folgt  und für eine Stimmungsaufhellung und einen Energieschub sorgen wird. Ausgetrickst! Sogar wenn Sie richtig schlechte Laune haben, wird das (wenn auch  künstlich herbeigeführte) Lächeln Sie spürbar aufheitern und entspannen.

Daoistische Innere Alchemie

Dass Lächeln und Lachen gut für die Gesundheit und das emotionale Befinden sind, ist keine moderne Erkenntnis. Vor Jahrtausenden erforschten die  daoistischen Weisen und Heiler in China die Zusammenhänge zwischen Emotionen, Körperorganen und dem Fluss der Lebensenergie im Körper. Sie  verfeinerten die Kunst und Wissenschaft, die feinstofflichen Energien des menschlichen Körpers anzureichern, zu speichern und mit der Kraft des Geistes zu lenken. Diese Kunst bezeichneten sie als „Innere Alchemie“ oder „Neidan“. Bei dieser Alchemie ist der menschliche Körper das Labor, in dem die „Drei Schätze“ oder drei Arten von Lebensenergie (Jing, Qi und Shen) gepflegt und gehütet werden – nicht nur um der Gesundheit auf allen Ebenen willen, sondern um  schließlich mit dem Tao verschmelzen zu können. Sitz der Drei Schätze sind die großen Kraftzentren (Dantian): Jing oder Fortpflanzungsenergie ist im Unteren Dantian unterhalb des Nabels beheimatet, Qi oder Lebensenergie im Mittleren Dantian in der Brust, Shen oder spirituelle Energie im Oberen Dantian in der  Stirn. Daoistische Praktiker üben sich darin, diese drei Energien ineinander zu verwandeln und das ganze Spektrum der Energiefrequenzen zu beherrschen.  Das ist große Alchemie.

entstanden raffinierte Mind-Body-Techniken für die Arbeit mit feinstofflichen Energien. Dazu gehören neben meditativen Techniken und Atemübungen unter   anderem auch die Bewegungsabfolgen des Qi Gong und Tai Chi, die manche als eine Art „Taoistisches Yoga“ betrachten. Nach daoistischer Auffassung spricht  das Lächeln die Thymusdrüse (in der Mitte der Brust) an, und diese aktiviert wiederum das Immunsystem. Auf dieser Verknüpfung beruht die äußerst  effektive Übung des Inneren Lächelns, deren belebende und erfrischende Wirkung nicht genug hervorgehoben werden kann. Das Innere Lächeln, das im  Folgenden vorgestellt wird, ist eine Basisübung des so genannten Stillen Qigong – es findet ganz ohne physische Bewegung und nur im Geist statt. Das Lächeln  ist dabei vor allem eine geistige Haltung des Wohlwollens und Mitgefühls; es ist weniger nach außen auf die Mitwelt gerichtet, mehr nach innen auf den Körper.  Die Meditation des Inneren Lächelns ist in Europa und Nordamerika vor allem durch den thailändischen Meister Mantak Chia bekannt gemacht worden.

Inge Hasswani

FOTOS: Thinkstock

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