Magazin Visionen - Einfach. Besser. Leben.

Visionen

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Vertrauen

Gerade in Krisen lohnt es sich, zuversichtlich zu bleiben: Ein Glücklicher Mensch glaubt an sich, an seine Möglichkeiten und an seine Chancen.

Der gute Gedanke - VISIONEN-Essay von Stefanie Ochs

Sich zuversichtlich fühlen und an sich zu glauben, besonders wenn alles gut läuft, ist für die meisten Menschen wohl recht einfach. Doch wie sieht es aus mit Vertrauen, Glauben an sich und der Zuversicht ins Leben, wenn gerade scheinbar nichts mehr funktioniert und das Schicksal seine Hand über uns hält? Das mag vielleicht etwas radikal klingen. Doch ist es nicht so, dass wir immer dann, wenn es ernst wird, erst wirklich erkennen können, wer wir wirklich sind, ob und wie wir in der Lage sind, mit herausfordernden Lebenssituationen und Schicksalsschlägen umzugehen? Was geschieht in Momenten, in denen wir ganz auf uns selbst zurückgeworfen werden und sich scheinbar kein Licht und kein Hoffnungsschimmer mehr zeigt? Wir leben in einer scheinidealisierten Welt. Wir idealisieren uns selbst und tun so, als könnte uns und unseren Lieben nie etwas passieren. Lebensversicherungen werden uns als Versicherung ans Leben verkauft, wir lenken uns ab, um möglichst nicht mit unseren Ängsten, negativen Gefühlen und möglichen Ereignissen in Berührung zu kommen. Wenn es dann doch kommt, fallen wir plötzlich aus allen Wolken.

Doch worum geht es im Leben wirklich? Und wie kannst du dafür sorgen voller Zuversicht durch dein Leben zu wandern? Wie schaffst du es selbst in Krisen zuversichtlich zu bleiben, dich vom Leben getragen zu fühlen und zu wissen: alles fügt sich zu meinem Besten – zum Wohle aller? Dein Leben ist ein sehr wertvolles Geschenk. Allein die Tatsache, das du hier bist, macht dich zu einer Bereicherung für die Welt. Deine Vision vom Leben zu verwirklichen ist deine größte Aufgabe und der Leitstern deines Lebens.

Je mehr du dich lebst, desto grösser wird dein Zutrauen in dich und das Leben sein. Du befindest dich auf einer Reise. Auf dieser Reise begegnet dir Schönes, Verbundenheit, Glück, Geborgenheit, Freude gleichermaßen wie Schweres, Trennung, Schmerz, Trauer und Tod. Beides gehört untrennbar zusammen und ist letztlich gleichermaßen wertvoll für dich.

Vor Kurzem begleitete ich unseren 16-jährigen Kater auf die andere Seite. Ich hatte Angst vor diesem Moment und es gab einen Anteil in mir der es abgeben wollte. Doch es war mitten in der Nacht und so war klar, ich konnte es niemandem abgeben. Geräusche weckten mich und ich wusste: jetzt war es soweit. Als ich ihn fand, lag er schon auf der Seite und rang nach Atem. Sanft legten wir ein Handtuch über ihn. Wir sprachen ihn nicht mehr an und berührten ihn auch sonst nicht mehr. Sein Blick ging schon in die Ferne. Mein größter Wunsch war, dass er schnell rüber gleiten konnte. Was er dann auch tat. Alles ging so schnell und ich fühlte mich total überfordert mit der Situation. Sollte ich ihn nicht doch berühren? Müsste ich nicht, wäre es besser, wenn... alles schien gleichzeitig in mir abzulaufen und es war gleichzeitig ein zutiefst heiliger Moment voller Stille, Nähe und Verbundenheit. Während der restlichen Nacht schlief ich nicht mehr. Ich weinte, trauerte und spürte meinen Schmerz. Ich nahm mir den Raum den ich brauchte.

Und – es war schön! Doch wieso erzähle ich dir das? Weil es eine wichtige Lebenslektion für mich war. Alles was wir wissen und glauben über uns selbst und das Leben, ist reine Philosophie, bis wir es erfahren oder danach gehandelt haben. Erst dann füllen sich unsere Worte und Werte in Erkenntnis und tiefe Einsicht. Wir werden „lebensweise“. Zuversicht und Zweifel. Hoffnung und Leid sind Polaritäten, die zu unserem menschlichen Erleben gehören wie das Einund Ausatmen. Wenn du es schaffst beidem mit Liebe zu begegnen, statt im Widerstand, also im Leid zu bleiben, öffnest du einen Raum, in dem Wunder geschehen.

Oft ist es die Hemmung vor Angst und Schmerz die uns lähmt. Es gibt eine wundervolle Übung, die dir hilft, dich mit der Stärke in dir zu verbinden: die Schatztruhe oder das Dankbarkeitstagebuch. Lege dir eine persönliche Schatztruhe zu, das kann ein Büchlein sein, in dem du alles aufschreibst, was du schon „geschafft“ hast in deinem Leben, worüber du hinausgewachsen bist oder was du auf verschiedenen Ebenen gemeistert hast. Und hier ist mir etwas ganz wichtig! Ganz oft verstecken sich hinter sogenannten Misserfolgen die wirklichen Erfolge! Du hast vielleicht eine Ausbildung oder ein Studium abgebrochen und wirfst es dir still und heimlich vor, fühlst dich als Versager. Doch wenn du ganz ehrlich bist mit dir, hat es dir wirklich nicht gelegen. Es hat dich unglücklich gemacht und du hast es beendet, entgegen deiner gesellschaftlichen Konditionierungen. Es geht immer um die Sicht auf die Dinge und uns selbst. Und ganz ehrlich, es bestürzt mich immer wieder zu erleben, wie hart wir mit uns selbst ins Gericht gehen und dem Zweifel Tür und Tor öffnen. Hier sitzt einer der Hauptantriebe warum ich tue was ich tue. Doch ganz wichtig bleibt: allem eine große Portion Humor beizumischen, oder, wie es Christian Keppler formuliert: Zuversicht ist, wenn man dem Schicksal den nackten Hintern zeigt.

Über unsere Essayistin

joomla stefanie ochsStefanie Ochs leitet Frauen seit vielen Jahren in eigener Heilpraxis an, ihre Ängste zu transformieren, ihre weibliche Weisheit zu entdecken und ureigene Kraft zu aktivieren, sodass sie ein neues Lebensgefühl und Wohlbefinden etablieren. Durch ihre feinfühlige, energetische und wertschätzende Arbeit gelingt ihr das Auflösen hindernder Blockaden für volle  Klarheit und Zuversicht für den zukünftigen Weg. www.zarameh.de

Stefanie Ochs

FOTO: Thinkstock

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