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AUF DEN SPUREN DER MAYA

AUF DEN SPUREN DER MAYA

Eine 15-tägige Reise durch Mexiko

Mit ihren eindrucksvollen Pyramiden, der Hieroglyphenschrift und dem prophetisch anmutenden Kalender gehört die Kultur der Maya zu den geheimnisvollsten unserer Erde. VISIONEN stellt ein Reiseprogramm vor, das dem Interessierten die Maya einst und heute nahe bringt und obendrein viel Naturerleben bietet.

Die Mayakultur

Die Maya bildeten eine Hochkultur im heutigen Mexiko, Guatemala, Belize und Honduras. Die Blütezeit dieser Kultur lag vermutlich zwischen dem 2. und dem 9. Jahrhundert n. Chr. Viele der Städte, die bis zu 50.000 Einwohner hatten, bildeten kleine eigene Staaten, die sich zum Teil untereinander bekriegten. Das – und selbstzerstörerische Ausbeutung der Natur – könnten zum mysteriösen Untergang dieser blühenden Kultur geführt haben. Als der spanische Eroberer Cortéz 1524 die südliche Maya-Region durchquerte, lebten dort noch knapp 30.000 Menschen – von einst über zehn Millionen! Es gab keinen Mais und keine Wasservorräte mehr. Die großen alten Städte Tikal und Palenque waren bereits vom Urwald überwuchert.

Nur die Opferpyramiden und die Häuser der Könige waren aus Stein gebaut und sind bis heute gut erhalten. Die Religion – verbunden mit Sternenkunde – spielte in der Mayakultur eine dominierende Rolle. Die Rituale und Zeremonien waren eng mit den astronomischen und irdischen Zyklen der Natur verbunden. Laut Voraussagen der Maya- Priester soll die Zeit der fünften Sonne, des letzten Zyklus, in dem wir heute leben, am 21. Dezember 2012 durch eine riesige, alles verschlingende Überschwemmung enden. Eine Wiedergeburt des Kosmos soll diesem Untergang folgen. Andere, positive Deutungen verbinden mit diesem Datum einen enormen Bewusstseinssprung, eine Art universale Erleuchtung.

Die Maya verehrten viele Götter, die allerdings sterblich waren und nicht zuletzt durch menschliches Blut am Leben erhalten werden mussten. Die Azteken übernahmen später das Ritual der Menschenopfer, bei dem Menschen, meist gefangenen Kriegern, das Herz bei lebendigem Leibe herausgerissen wurde. Das war ein Grund für die Spanier, die Azteken zu vernichten. Die Maya dagegen waren als eigenständige Kultur oder Streitmacht im damaligen Mittelamerika nicht mehr auffällig und wurden als Volk nicht ausgelöscht. Heute leben noch über sechs Millionen Nachkommen der Maya in Mittelamerika.

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