Die Idee – Kochen mit Tee
Neue Küchen-Horizonte
VISIONEN: Herr Bischof, Sie haben zusammen mit Ihrer Frau ein Kochbuch über Kochen mit Tee herausgebracht. Wie ist diese Idee entstanden? Als Tugend aus der Not? Als kulinarischer Musenkuss?
Harry Bischof: Aus reiner Experimentierfreude. Der Opa meiner Frau war Gärtner und hat ihr viel über Botanik beigebracht. Auch, welche Kräutlein sich hervorragend zur Teebereitung eignen. Mit unseren selbst geernteten und getrockneten Wiesenpflänzchen erproben wir zu Hause manchmal die wildesten Kräuterkreationen.
Eines Tages fragte ich mich, warum wir zum Kochen eigentlich immer nur Gemüsefonds und dergleichen verwenden. Warum keine Kräutersude? Ich begann zu experimentieren und stellte fest, dass sich Tees sogar ganz hervorragend auch zum Kochen eignen.
Am Anfang wurde ich allerdings belächelt. Sogar von meiner Frau, die gelernte Köchin ist, weil Sie ja gewöhnt war, dass ich immer mit Wein kochte. Bis ich sie mit einem in Löwenzahnsud gegarten Endiviensalat (s. Rezeptteil) überraschte und mit einer meiner neuen Kreationen sogar den dritten Preis bei einem Kochwettbewerb gewann.
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