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Fit im Kopf: So bringen Sie Ihre grauen Zellen auf Trab

Fit im Kopf: So bringen Sie Ihre grauen Zellen auf Trab

So intensiv manche Menschen ihren Körper trainieren, so nachlässig sind sie mit ihrem Denkapparat. Forscher haben nachgewiesen, dass unser Gehirn ein Muskel ist, der fit gehalten werden muss, wenn er bis ins hohe Alter leistungsfähig bleiben soll. Ein paar einfache Übungen täglich reichen dazu schon aus.

Mancher geht ohne Einkaufszettel nicht in den Supermarkt, weil er meist erst zuhause feststellt, dass er das Brot vergessen hat. Ein anderer sucht ständig Brille, Schlüssel oder wahlweise Feuerzeug und das schnurlose Telefon. Und wer hat nicht schon gegrübelt, wo er das Auto abgestellt hat? Keine Sorge, mit derlei kleinen Vergesslichkeiten befinden wir uns in guter Gesellschaft. Bedenklich wird es allerdings, wenn sich diese Aussetzer häufen. Denn das Gehirn hält sich – ebenso wenig wie unser Körper – nicht von allein fit. Wir müssen schon die grauen Zellen auf Trab halten, damit sie den Motor anfeuern.

Täglich neue Zellen

Wie im gesamten Körper bilden sich auch im Gehirn die Nervenzellen – Neuronen genannt – ständig neu. Diese Neurogenese konnten Wissenschaftler erst vor kurzem durch Tests nachweisen. Der Vorgang hält bis ins hohe Alter an. Doch ob die grauen Zellen so lange fit bleiben, hängt entscheidend vom Lebenswandel ab und davon, was wir unserem Denkorgan bieten. Eine Abnahme der Neuronenproduktion kann zu Depressionen oder schizophrenen Psychosen führen und ein Auslöser für Alzheimer sein. Das Fachblatt „Der Nervenarzt“ sieht in der Neurogenese eins der „interessantesten und vielversprechendsten Projekte der modernen Neurowissenschaften und […] der molekularen Psychiatrie“.

Die Neurogenese ist wesentlich an der Funktionsweise des Hippocampus beteiligt. Wissenschaftler, die den Hippocampus in Tierversuchen durch Viren lahm legten oder das Zellwachstum mittels gezielter Bestrahlung aufhielten, konnten feststellen, dass zum einen das Langzeitgedächtnis und zum anderen die Lernprozesse bei diesen Tieren eingeschränkt waren. Ähnliche Beobachtungen machten die Forscher bei Krebspatienten, deren Tumorwachstum durch Chemotherapie beeinflusst wurde. Die Patienten plagten sich häufig während und in Folge der Chemo mit Konzentrationsschwäche und Gedächtnislücken, die sich besonders auf die Funktion des Kurzzeitgedächtnisses bezogen. Sie konnten sich zwar an Dinge aus der Vergangenheit erinnern, hatten aber erhebliche Schwierigkeiten aktuelle Ereignisse zu behalten.

Wir hoffen, Sie finden diese Vorschau auf den Artikel aus dem Magazin VISIONEN interessant!
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