In der Natur sein
eine Einladung an die Sinne
Die Westküste der Algarve, wild und unentdeckt, ist ein magischer Ort. Steile Felsklippen, von denen wagemutige Burschen fischen, raue Atlantikwellen, sanfte Buchten. Am Sandstrand sitzt Nina Seine, 45 Jahre, Computerprogrammiererin, Karrierefrau. Mit dem Ebbstrom fließt der Seixe vom Monchique Gebirge dem Meer entgegen, nur die Rufe der Möwen übertönen den Rhythmus der Wellen. Nina, die IT-Spezialistin, genießt ihre Morgenmeditation: „Es ist ein Erlebnis! Das erste Mal, dass ich dieses Gefühl, mit allem eins zu sein, bewusst herbeiführen und mich ganz hinein begeben kann. Daheim gehe ich gern spazieren, genieße die Jahreszeiten, bin möglichst viel draußen mit meinen Pferden. Darüber hinaus gab es schon lange eine Sehnsucht in mir nach diesem Glückszustand, den man an besonderen Orten manchmal spürt. Wenn alles plötzlich in Ordnung ist, so wie es gerade ist. Diesen Zustand möchte ich einfach häufiger erleben. Natur macht glücklich!“
Harmonische Balance erreichen
Die von Nina beschriebene Erfahrung, bewusst „eintauchen“ zu können, ist die häufigste Rückmeldung der Teilnehmer an den Naturseminaren des Deutschen Instituts für Therapeutic Touch. Der Gründer der Schule, Dr. Imre Kerner, Biochemiker, Autor und Energietrainer, hat sich zum Ziel gesetzt, das alte Wissen der Naturvölker wieder zu erinnern und mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu verbinden. Auf dem Wissen der Naturvölker basierend, ist mit dem Energietraining eine sehr praktische, körperorientierte Trainings- und Behandlungsmethode entstanden. Etwa die Hälfte der Teilnehmer/Innen kommt aus den Gesundheitsberufen und macht eine Fortbildung, um die Energiemethoden am Arbeitsplatz einzubringen. Die andere Hälfte, Gesunde wie Kranke, verbindet Erlebnis und Erholung mit dem energetischen Lernen für den „eigenen Weg“.
Die Naturvölker wussten um die positive Kraft, die der Natur innewohnt, und ganz selbstverständlich lernten sie den Umgang mit ihr und ihren Gesetzmäßigkeiten. Alle ihre Sinne waren weit geöffnet, um die Natur „zu lesen“, den richtigen Zeitpunkt zu erkennen, mit Hilfe der Natur zu überleben und zu leben. Der Mensch wurde als Teil der großen Natur, als energetisches Wesen, gesehen und konnte somit gar nicht getrennt von ihr betrachtet werden.
Dieses Wissen war auch Grundlage vieler Behandlungsmethoden und Heiltechniken. Sie hatten allesamt das Ziel, ein Gleichgewicht herbeizuführen: harmonische Balance innerhalb des Menschen und eingebettet in ein größeres Ganzes. Hüter des alten Wissens sowie moderne Wissenschaftler ermuntern uns heute, an diese Wurzeln anzuknüpfen, unsere Trennung von der Natur aufzuheben.
„Ich weiß plötzlich, was es heißt, mich auf den Wind zu fokussieren, ihm zuzuhören, ihn zu riechen, zu schmecken, mit allen Sinnen hinzuspüren und mich meditativ mit ihm zu beschäftigen.“
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