Bilder zum Artikel

Buchtipps

Peter Pukownik
Das Heilwissen der Hl. Hildegard von Bingen: Ernährungsheilkunde, Heilmittel,...
- Mehr zum Buch

MANDELN – EIN GESCHENK DES HIMMELS

MANDELN – EIN GESCHENK DES HIMMELS

Aus der Hildegard-Kochstube

In Spanien geht eben die Mandelblüte zu Ende. Jetzt reifen sie heran, die köstlichen Kerne, die uns nicht nur als „Mandelbrot“ (Marzipan) erfreuen... Sie stabilisieren die Abwehr, und die daraus gewonnene Pflanzenmilch entlastet besonders allergische Kinder.

VORGESTELLT. Peter Pukownik, Jahrgang 1939, Heilpraktiker und Physiotherapeut, betreibt seit 1971 seine eigene Praxis. Der Schüler von Pater Willigis Jäger ist Autor mehrerer Bücher, speziell über die Heilkunde der heiligen Hildegard von Bingen.

MANDEL-SCHÄTZE. Der Mandelbaum (prunus amygdalus oder amygdalus communis) kommt ursprünglich aus Vorder- und Mittelasien, wurde aber schon im Altertum im Mittelmeerraum heimisch und gehört heute zu den Zier- und Nutzbäumen, die oftmals ganze Landschaften prägen. Viele fliegen im zeitigen Frühjahr extra nach Mallorca oder nach Süd-Spanien oder -Portugal, um die Mandelblüte zu erleben.

Die Früchte dieser bis zu sechs Meter hohen Bäume, die süßen Mandeln (amygdalae dulces), sind ein Geschenk des Himmels und jedem Kranken, aber auch jedem Gesunden, zu empfehlen – und das tut auch unsere Hildegard.

Marzipan. Als im frühen Mittelalter die spanische Stadt Toledo einmal über längere Zeit belagert wurde, die Getreidevorräte zu Ende gingen und eine Aushungerung bevorstand, in den Vorratsräumen aber noch die gesamte Mandel-Ernte des letzten Jahres lagerte, hatten die Nonnen eines Klosters eine Idee: Sie verarbeiteten die vorhandenen Mandeln und backten diesen Teig im Ofen. Sie nannten dieses Mandelbrot „Mazapán“, was so viel heißt wie „Brot aus Mandeln“ und überstanden dadurch unbeschadet die Belagerung und die durch die Feinde vorgesehene Aushungerung.

Das war die Geburtsstunde des heutigen Marzipans, dessen Hauptbestandteil auch noch heute gemahlene süße Mandeln sind. Durch die „Hansa“ kamen diese Idee und das Rohmaterial dann in die Hansestadt Lübeck und traten von dort aus ihren Siegeszug um die Welt als „Echtes Lübecker Marzipan“ an.

Natur-Kosmetik. Die süßen Mandeln enthalten das fette Mandelöl, Oleum Amygdalarum dulcium verum, das für kosmetische und medizinische Zwecke für den äußeren Gebrauch benutzt wird. Aus den Pressrückständen bei dieser Mandelöl- Gewinnung werden Mandelkleie und Mandelbutter gemacht, die auch in der Kosmetik mit verwendet werden.

„Wer ein leeres Gehirn und Kopfweh hat, wer lungen- und leberkrank ist, esse oft Mandel-Kerne. Das macht ihn stark.“ (Hildegard von Bingen)

Wir hoffen, Sie finden diese Vorschau auf den Artikel aus dem Magazin VISIONEN interessant!
Es würde uns sehr freuen, Sie als neuen Abonnenten des Magazins begrüßen zu dürfen.

AGBCopyright & DatenschutzImpressumKleinanzeige aufgeben