DIE VIELFALT DES LEBENS
Vom Aussterben und Schutz der Arten
Der Mensch als Sieger?
Der Mensch hat sich die Erde untertan gemacht. Er ist aus der bisherigen Evolutionsgeschichte anscheinend als Sieger hervorgegangen. Als stärkstes oder am besten angepasstes Tier kann er alle anderen Kreaturen vernichten. Und er ist seit Jahrtausenden dabei, das zu tun. Einige Arten, wie das Riesenfaultier in Südamerika oder das Mammut in Europa, verschwanden bereits vor 10.000 Jahren durch menschliche Bejagung.
Arten sterben aus. Daran ist nicht immer der Mensch schuld. Das Aussterben der Dinosaurier zum Beispiel hatte andere Gründe. Doch im Vergleich zu vergangenen Jahrmillionen ist die Aussterberate der Spezies im Pflanzen- und Tierreich heute etwa 1000 Mal so hoch, Tendenz steigend. Für diesen rapiden Artenverlust gibt es zur Zeit keine andere Erklärung als das Einwirken des Menschen. Die wichtigsten Faktoren sind heute zumindest in Europa allgemein bekannt:
Die Abholzung der Regenwälder verschafft uns hübsche Möbel, Gold, Biotreibstoff oder Rindfleisch, dezimiert dabei aber zugleich eine Vielzahl von Arten, die von den Biologen noch nicht einmal erfasst wurden. Darunter sind vermutlich auch viele Pflanzen, die heilend wirken und von der Medizin segensreich eingesetzt werden könnten. Vor allem aber: Die Luft könnte uns bald ausgehen, denn die Wälder versorgen uns mit einem Großteil des Sauerstoffs.
„Vielfalt, die sich nicht zur Einheit ordnet, ist Verwirrung. Einheit, die sich nicht in Vielfalt gliedert, ist Tyrannei.“ (Blaise Pascal, 1623-1662)
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