Luzides Träumen und seelische Gesundheit
Wie wir sämtliche Facett en des Menschseins integrieren können
Wenn man schlafe, so schreibt Aristoteles, gebe es häufig etwas im Bewusstsein, das einem erkläre: was da erscheine, sei nur ein Traum.
Dieses Erlebnis, in einem Traum zu erwachen und zu bemerken, dass alles Geschehen um mich herum gar nicht „wirklich“ war, widerfuhr mir erstmals im Alter von 5 Jahren. Damals nutzte ich dieses so genannte luzide Traumbewusstsein – auch Klarträumen genannt – beispielsweise dafür, unter Wasser willentlich zu atmen und mich auf diese Weise vor Hexen und gefährlichen Cowboys in Sicherheit zu bringen. Als kleines Mädchen ahnte ich jedoch nicht, dass sich diese Art zu träumen weiter ausformen lässt, und dass die liebevolle Hinwendung an Furcht erregende Traumfiguren weitaus heilsamer gewesen wäre. Denn so lehren es die tibetischen Traum-Yogis schon seit dem 8. Jahrhundert n. Chr.!
Die Flucht vor Albtraumfiguren entspricht laut der tibetischen Traum-Yogis einer Flucht vor eigenen Persönlichkeitsanteilen und macht aus diesem Grunde den Menschen krank. Janine Girzig
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