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Serie: Die Weltreligionen

Serie: Die Weltreligionen

Teil 1: Das Judentum

VISIONEN stellt in fünf Teilen die Weltreligionen vor. Judentum, Christentum und Islam, Hinduismus und Buddhismus. Was sind die zentralen Inhalte, was die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten? Ein Beitrag zum interreligiösen Dialog, zum besseren gegenseitigen Verstehen und hoffentlich auch zu mehr Frieden auf der Erde.

Judaismus: Entstehung und Verbreitung

Das Judentum (Judaismus) zählt zu den fünf großen Weltreligionen, obwohl es nur 0,2 Prozent der Weltbevölkerung ausmacht, also etwa ein Hundertstel von dem Anteil der Christen, Moslems oder Hindus. Doch die Juden mussten seit gut 2.500 Jahren immer wieder im Exil leben: Auszug aus Ägypten, babylonische Gefangenschaft – und seit der Zerstörung des Tempels um 70 n. Chr. durch die Römer und die Vertreibung aus ihrer Heimat besiedelten Juden den Fernen Osten ebenso wie den westlichen Mittelmeerraum. In diesem Sinne ist das Judentum die erste Weltreligion, seinerzeit geografisch weiter verbreitet als der Buddhismus. Und: Das Judentum ist die historische und spirituelle Basis für Christentum und Islam. Die Anhänger dieser drei „monotheistischen“ Religionen glauben an einen einzigen (Schöpfer-) Gott.

Als Begründer des Judentums gelten Abraham und Moses. Nach der Tora (den fünf Büchern Moses) beginnt die Geschichte des jüdischen Volkes mit dem Bund, den Gott mit Abraham schließt (Genesis 12). Die jüdische Tradition sieht Abraham als den Begründer des Monotheismus, des Glaubens an einen einzigen, unsichtbaren Gott. Diesen Bund setzt Gott mit Abrahams Sohn Isaak und dessen Sohn Jakob fort. Jakob hatte zwölf Söhne, die als Stammväter der Zwölf Stämme Israels (Israeliten) gelten. Diese ziehen von Kanaan, dem heutigenPalästina bzw. Israel nach Ägypten, wo ihre Nachfahren vom Pharao versklavt werden. Aus dieser Sklaverei werden die vonMosche (Moses) angeführtenHebräer durch Gott befreit, der ihnen am Berg Sinai die (schriftliche und mündliche) Tora offenbart. Obwohl das jüdische Volk an dieser Aufgabe häufig scheitert, was die späteren Propheten immer wieder beklagen, bleibt der Bund mit Gott ungebrochen. (Quelle: www.wikipedia.de)

Neuere historische Forschungen belegen, dass die Heiligen Schriften der Juden vermutlich um 400 v. Chr. von einem „Team von Redakteuren“ zusammengestellt wurden, und zwar mit dem Ziel, den Menschen Selbstvertrauen zu geben, einen politischen Zusammenhalt zu stiften und andere Kulte zu verdrängen. Die erste griechische Übersetzung des Tanach wurde um 300 v. Chr. im Mittelmeerraum als „Septuaginta“ bekannt und später von den Christen als das „Alte Testamament“ kanonisiert.

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