BURN-OUT: WENN DER ALLTAG ZUR LAST WIRD
Im Alten Testament, genauer im 1. Buch der Könige, finden sich Zeugnisse dessen, was wir in unserer modernen Zeit gern als Burn-out bezeichnen: Der Prophet Elias war so erschöpft von seinem Wirken im Namen des Herrn, dass er sich in die Wildnis zurückzog und verzweifelt darum bat, dass seine „Seele stürbe“, bevor er in tiefen Schlaf fiel. Dieser Erschöpfungszustand wird von Psychologen auch Elias- Müdigkeit genannt.
Menschen, die am Ende ihrer physischen wie psychischen Kräfte angelangt sind, hat es immer gegeben. Ein prominentes Beispiel ist Johann Wolfgang von Goethe, der sich schon in jungen Jahren dichterisch im Austrocknungszustand wähnte, seinen Job in Weimar hinwarf und nach Italien floh, wo er sich auszukurieren hoffte. Thomas Mann dichtete seinem Thomas Buddenbrook Erschöpfungszustände an, und der Schriftsteller Graham Greene beschrieb in seiner Kurzgeschichte A Burnt-out Case (1960) erstmals das Phänomen des Ausgebranntseins mit dem inzwischen inflationär gebräuchlichen Begriff Burn- out.
Doch war die Zahl derer, die ihren Alltag nicht mehr bewältigen können, nie so groß wie im 21. Jahrhundert.
Gerade Unternehmen und Konzerne könnten viel dazu beitragen, dass es gar nicht zum psychischen Super-GAU kommt.
Wir hoffen, Sie finden diese Vorschau auf den Artikel aus dem Magazin VISIONEN interessant!
Es würde uns sehr freuen, Sie als neuen Abonnenten des Magazins begrüßen zu dürfen.

