Der Weg der Rose

Der Weg der Rose

Bekannt wurde Titania Hardie mit ihrer Interpretation der Lenormand-Karten und Ratgebern vor allem für Frauen, die sich mit Magie beschäftigen wollen. Nun legt die gebürtige Australierin ihren ersten Roman vor, den sie als spirituellen Erkenntnisweg gedacht hat und dessen Grundlage von ihr entwickelte Rätselkarten sind.

Am Ende Ihres Romans sind Rätselkarten eingefügt. Basieren die auf historischen Quellen oder haben Sie die Karten entwickelt? Ich habe sehr hart daran gearbeitet, diese Karten so zu gestalten, dass sie wie eine historische Überlieferung wirken, die von John Dee und Shakespeare geschaffen wurde. Ein Freund von mir war so überzeugt, dass er ständig insistiert hat zu erfahren, wo ich diese Dokumente denn ausgegraben hätte (lacht). Anfangs hatte ich gar nicht an einen Roman gedacht. Ich entwarf die Rätselkarten ursprünglich als eigenständiges Deck. Erst später kam ich auf die Idee, dazu eine Romanhandlung zu schreiben.

Wie kann man mit diesen Karten arbeiten?

Die Rätsel sollen den Leser dazu einladen, sich in der Geschichte wieder zu finden. Wenn man sich darauf einlässt und anfängt, sich mit den Rätseln zu beschäftigen, wird man schnell feststellen, dass ich nicht alle davon im Buch auflöse. Man kann also auch die Karten für sich genommen benutzen und mit ihnen auf eine Entdeckungsreise gehen. Dabei offenbaren sich weitere Lösungen. Die Arbeit mit den Karten ist wie eine Initiation, um das eigene spirituelle Potential zu entdecken. Es ist eine Einladung dazu, unser eigenes Schicksal zu ergründen. Dabei ist die Art und Weise, wie jemand mit dem Buch und den Karten umgeht, sehr individuell. Um das zu verdeutlichen, habe ich meine beiden Hauptfiguren Lucy und Alex am Beginn des Romans auf sehr unterschiedliche Weise und an verschiedenen Orten das erste Rätsel lösen lassen. Während Alex’ Lösung William Shakespeare ist, kommt Lucy zu dem Schluss, dass sie das Herz seines Bruders Will transplantiert bekommen hat, und beide haben Recht. Was ich damit verdeutlichen wollte war, dass man auf eine Sache aus unterschiedlichen Perspektiven schauen kann, und jede ist richtig. Denn das repräsentiert unseren spirituellen Erkenntnisweg und die Offenbarung der Mysterien. So war es sicher auch in der Antike und den Mysterienschulen dieser Zeit.

Man kann auf eine Sache aus unterschiedlichen Perspektiven schauen, und jede ist richtig. Denn das repräsentiert unseren spirituellen Erkenntnisweg und die Offenbarung der Mysterien.

Wir hoffen, Sie finden diese Vorschau auf den Artikel aus dem Magazin VISIONEN interessant!
Es würde uns sehr freuen, Sie als neuen Abonnenten des Magazins begrüßen zu dürfen.

AGBCopyright & DatenschutzImpressumKleinanzeige aufgeben