Die Schicksalsgesetze imMärchen
Teil 3: Der archetypische Entwicklungsweg
EIN WEG – VIELE SPIELARTEN. Vielleicht gehöre ich zur letzten Generation, die noch regelmäßig Märchen von der Oma oder Mutter vorgelesen bekam. Vielleicht ist das der tiefere Grund, dass ich sie später wiederentdeckt habe: als eine symbolische Ausdrucksform der Schicksalsgesetze (vgl. Buchtipps) und als Abbild des Lebensweges. Die Kenntnis der Lebensgesetze hat mir so aber auch wieder ungleich tieferen Zugang zu den Märchen ermöglicht und darüber hinaus vertrauensvolles Verständnis für die Stufen des Lebensweges und die eigene Entwicklung vermittelt.
In ihrem archetypischen Muster verdeutlichen viele der Grimmschen Volks- und Königs-Märchen die wesentlichen Stationen des Lebensweges. Sie konfrontieren uns auf dem Hintergrund dieses archetypischen Musters mit unseren eigenen Wurzeln. Der Weg mit seinen Übergängen und Stationen dürfte für alle Menschen im Wesentlichen der gleiche sein, aber jedes Volk hat offenbar seine eigenen Ausprägungen und Besonderheiten entwickelt. Wie es auch eine eigene Sprache hat, hat es auch eine eigene Symbolik, die in ihren Eigenheiten aber doch immer dem allgemeinen Muster folgt. Nirgendwo kommt das so deutlich wie in den Märchen und Mythen der Völker zum Ausdruck.
Auch Erwachsene können an Märchen noch lernen, im Bösewicht eigene Schatten-Anteile zu erkennen.
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