Reiseführer für Sterbebegleiter

Reiseführer für Sterbebegleiter

Das Sterben gehört zum Leben. Doch wie kann man damit umgehen? Wie bereitet man sich auf das Unvermeidliche vor und wie begleitet man einen Sterbenden auf diesem Weg? Fragen, die sich auch Otmar Jenner stellte. In seinem Zentrum für energetisches Heilen in einem Berliner Ärztehaus kommt er in Kontakt mit Schwerstkranken. Nicht nur für sie hat er ein Buch des Übergangs geschrieben, einen Guide für die letzte Reise.

Wie sind Sie zur Sterbebegleitung gekommen?

Als energetischer Heiler habe ich mit Menschen zu tun, die oft schwer erkrankt sind. Von diesen Schwerstkranken genesen nicht wenige, aber einige leider auch nicht. Das Heilen betrifft das Innerste im Menschen, die Seele. Dementsprechend ist Heilung ein übergreifender Prozess. Für mich sind Leben und Sterben miteinander verwoben. Das Leben ist da, um gelebt zu werden. Ich tue mein Möglichstes, dem Menschen, den ich begleite, dabei zu helfen, dass dessen Geist und Seele in eine gute Ausgangsposition gelangen. Manchmal beinhaltet das auch eine Sterbebegleitung.

Es ist außerordentlich erstrebenswert, in einer Gemeinschaft zu sterben. Am besten in einer bewusst wahrnehmenden, liebevoll annehmenden Gemeinschaft, als eine Art Geschenk des Sterbenden an die Lebenden.

In Ihrem Reiseführer, dem „Buch des Übergangs“, wie Sie es nennen, nehmen Sie Bezug auf das Tibetische Totenbuch. Fühlen Sie sich zum Buddhismus hingezogen?

Ich komme aus einem gläubigen protestantischen Elternhaus. Dieser Glaube ist aber im Laufe meiner Lebenserfahrung ...

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