SERIE Schamanismus Teil 3 celtic totems: Von Wölfen, Bären und Mäusen als spirituellen Begleitern
Im Gespräch mit John Matt hews
Bevor wir uns über die keltischen Totems unterhalten, eine Frage zum besseren Verständnis für unsere Leser: Wenn du über keltische Schamanen sprichst, dann meinst du aber nicht Druiden, oder?
Schamanen und Druiden unterscheiden sich sehr voneinander, obgleich es im Druidentum durchaus schamanische Elemente gibt. Der Schamanismus ist die älteste bekannte Form von Spiritualität. Die Beweise für eine Existenz des Schamanismus gehen ebenso weit zurück in die Vergangenheit wie die Menschheitsgeschichte selbst. Man kann also sagen, bevor es die verschiedenen spirituellen Ausformungen gab, waren die Schamanen bereits da. Es ist eine Form der direkten Kommunikation mit den spirituellen Elementen des Lebens.
Was bringt dem modernen Menschen die Beschäftigung mit Krafttieren oder Totems, wie du sie nennst?
Ich glaube, dass jeder Mensch an einen Punkt in seinem Leben kommt, an dem er Hilfe braucht, um Probleme zu bewältigen. Die können aus verschiedenen Gründen entstehen, beispielsweise in einer Partnerschaft oder im Beruf. Das Leben ist eine ständige Herausforderung. Wenn wir uns ihnen auf eine spirituelle – in unserem Fall nun schamanische – Weise stellen wollen, können spirituelle Begleiter dabei sehr hilfreich sein. Diese Helfer können in unterschiedlichsten Formen auftreten. Die häufigste Form, wenn wir schamanisch arbeiten, und speziell in der keltischen Tradition, sind Tiere. Diese nicht-physischen Wesen in Tiergestalt aus der Anderswelt helfen uns bei der Bewältigung unserer Probleme. Sie sind transzendent, sodass für sie Zeit keine Rolle spielt. Wenn du nun nach ihrer Bedeutung für die moderne Welt fragst: Es gibt kein Modern oder Vergangen in diesem Zusammenhang. Die Helfer aus der Anderswelt sind so alt wie die Menschheit selbst und sie sind praktisch zeitlos. Obwohl wir heute so hoch technisiert leben, können sie uns nach wie vor zur Seite stehen.
Die einzige Aufgabe der Krafttiere besteht darin, uns zu helfen und uns beizustehen.
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