CHRISTEN: Kirchen sollen an neuer Verfassung für Türkei mitarbeiten

Januar 2012

Christliche Kirchen in der Türkei sollen an der Ausarbeitung einer neuen Verfassung beteiligt werden, wie die türkische Presse am 8. Dezember berichtete. Der verfassungsgebende Ausschuss des Parlaments entschied, die Patriarchen der griechisch-orthodoxen, armenisch-apostolischen und syrisch-orthodoxen Kirche zu entsprechenden Konsultationen einzuladen. Zugleich bat der Ausschuss die Patriarchen um Vorschläge, wer seitens der Christen darüber hinaus anzuhören sei. Die drei eingeladenen Patriarchen stehen den größten christlichen Gemeinden der Türkei vor und vertreten zusammen 80 bis 90 Prozent der Christen im Land. Als kleinere Gruppen kommen armenisch-katholische und römischkatholische, chaldäische und protestantische Christen hinzu, die jedoch nur einige tausend Gemeindemitglieder zählen. Die Türkei will sich innerhalb der laufenden Legislaturperiode ein neues, demokratisches Grundgesetz geben, um die vom letzten Militärputsch hinterlassene restriktive Verfassung abzulösen.

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