CHRISTENTUM: Deutsche Protestanten religiöser als ihr Ruf

Juli 2009

Die Mehrheit der evangelischen Christen in Deutschland ist – laut dem Religionsmonitor der Bertelsmann Stiftung – glaubensfester als gemeinhin angenommen und der Stellenwert von Religion bei den meisten (auch Jüngeren) nach wie vor hoch. Von den 25 Millionen Mitgliedern der evangelischen Kirchen können 80% als religiös eingestuft werden, 14% davon sogar als hochreligiös. Nur knapp jedes fünfte Mitglied (17%) ist dagegen gar nicht religiös. Vier von fünf evangelischen Christen beschäftigen sich regelmäßig mit religiösen Fragen oder wünschen sich mehr Information dazu. Der regelmäßige Kirchgang und die Teilnahme an kirchlichen Veranstaltungen sind dagegen unter evangelischen Christen nur gering ausgeprägt: Nur ein harter Kern von ca. 6% nimmt einmal in der Woche an einem Gottesdienst teil, jeder fünfte etwa einmal im Monat, die Hälfte aber allenfalls einmal im Jahr oder noch weniger. Allerdings verstehen sich evangelische Christen hierzulande auch als Christen im Alltag: Eine übergroße Mehrheit erklärt, dass ihr Glaube Auswirkungen auf ihren Umgang mit der Natur, dem Partner, bei der Kindererziehung, vor allem aber bei der Suche nach dem Sinn des Lebens oder wichtigen Ereignissen wie Geburt, Taufen, Hochzeit und Tod habe. Weitere Info: www.religionsmonitor.com

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