GESUNDHEIT: Bei Grippe helfen Phytopharmaka

Dezember 2009

Wie erkennt man, ob man die Grippe hat oder schlicht erkältet ist? Dr. Erwin Häringer, Allgemeinmediziner und Lehrbeauftragter der Universität München, fasst zusammen: Wer eine verstopfte oder laufende Nase, dazu Husten oder Halsschmerzen, aber keine Gelenkschmerzen hat und nur leicht fiebert, hat eine „banale“, meist durch Rhinoviren bedingte Erkältung; sie lässt sich meist gut mit Naturheilmitteln behandeln. Starke Halsschmerzen und Schluckbeschwerden ohne Husten und Schnupfen deuten auf eine bakteriell bedingte Angina hin – den Arzt aufsuchen. Für eine Virusgrippe sprechen Symptome wie abrupt einsetzendes, hohes Fieber, allgemeines schweres Krankheitsgefühl, Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen oder Schüttelfrost, oft auch Licht- und Geräuschempfindlichkeit. Eine Virusgrippe muss ein Arzt behandeln. – Die teuren synthetischen Grippemittel, so Dr. Häringer, wirken nur, wenn sie innerhalb von zwei Tagen nach Ausbruch der Symptome verabreicht werden; außerdem sind bereits Resistenzen beobachtet worden. Sinnvoller sei es, die Grippebeschwerden mit den gleichen Mitteln wie für akute Atemwegsinfektionen zu behandeln. Dr. Häringer: „Besonders bewährt haben sich hier Extrakte aus Thymian, Primel, Efeu oder Eibischwurzel.“ Info: www.phytotherapie-komitee.de

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