NEUROWISSENSCHAFTEN: Reduzierter Zuckerstoff wechsel des Gehirns bei früher Demenz

Januar 2012

Demenzleiden gehen bereits in Frühstadien häufig mit Verhaltensauffälligkeiten einher: Oft erscheinen die Betroffenen teilnahmslos, antriebsgemindert, enthemmt oder ihr Essverhalten ändert sich. Mit Hilfe der Positronen-Emissions- Tomografie (PET) konnten Wissenschaftler am Universitätsklinikum Leipzig in Zusammenarbeit mit Forschern vom Leipziger Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften nun nachweisen, dass diese Verhaltensauffälligkeiten mit einem reduzierten Zuckerstoffwechsel in einer bestimmten Region des Mittelhirns einhergehen. Dieses sogenannte „ventrale Tegmentum“ ist Teil des Motivationssystems. Bisherige Studien haben Zusammenhänge zwischen Verhaltensauffälligkeiten und Gewebeschwund (Atrophie) in bestimmten Gehirnregionen gezeigt, „es ist aber gut möglich, dass der Atrophie eine verminderte Stoffwechselaktivität vorausgeht“, so Prof. Matthias Schroeter.

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