Musik ruft tiefe Gefühle hervor

Musik ruft tiefe Gefühle hervor

Schlicht Air (Luft) hat Andreas Vollenweider sein neues Album betitelt. Der Schweizer Harfenist verfolgt mit dieser Platte ein bestimmtes Ziel: Er möchte seinen Hörern über die Musik eine Möglichkeit geben, zu reflektieren, durchzuatmen und sich wieder auf das Wesentliche zu besinnen.

Obwohl Multiinstrumentalist, ist die Harfe das Markenzeichen von Andreas Vollenweider. Foto: Edel

Was ist die Idee hinter Ihrem neuen Album Air?

Ich habe mir überlegt, wie ich dazu beitragen kann, dass Menschen, die in eine emotionale Sackgasse geraten sind - weil sie Angst haben, vor allem Zukunftsangst, die sie in eine Rast- und Ratlosigkeit führt – geholfen wird, da wieder heraus zu kommen. Musik ist das Medium, mit dem man sehr tiefe Gefühle hervorrufen kann. Das ist schon immer ihre vorwiegende Aufgabe gewesen, vor allem in der sakralen Musik. Leider ist sie durch die Industrie auf den reinen Unterhaltungswert reduziert worden. Bei mir ist es allerdings anders. Ich versuche mit meinen Alben, in diese Welt der Gefühle hineinzuführen. Es ist nicht so, dass ich dem Hörer sage, was er fühlen soll. Vielmehr geht es darum, einmal ganz grundsätzlich Ruhe herzustellen, damit man sich die Zeit nimmt, sich endlich einmal hinzusetzen und über sich selbst zu reflektieren; und damit man zulässt, dass man den eigenen Gefühlen wieder nachspürt. Der Titel Air bezieht sich auf den Moment des Durchatmens und des Tief-Luft-Holens, den man sich gönnen sollte.

Es sind ganz profunde Dinge, von denen ich erzählen will: Sehnsucht nach Sicherheit und Frieden, nach Geborgenheit, nach Ausdrucks- und Entfaltungsmöglichkeiten.

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