Rainbow-Spirit-Festival: Von der Vision zur Wirklichkeit
Interview mit Thomas Mariam Sura
In Konzerten, spontanen Musik-Sessions und unzähligen Gesprächen erwacht ein gemeinsames Bewusstsein, das im Respekt und der Anerkennung des anders Empfindenden und Denkenden die Lösung für interkulturelle, interreligiöse und gesellschaftliche Konflikte sieht.
Wie ist das Festival-Konzept?
Das Konzept ist: maximale Vielfalt und maximale Toleranz. Wir versuchen uns so wenig wie möglich einzumischen und ziehen Grenzen nur dort, wo die Gefahr besteht, dass die Freiheit anderer eingeschränkt werden könnte oder ein Angebot in „Jahrmarkt-Charakter“ abgleitet. Das Messe-Konzept unterteilt sich in Ausstellerstände, Rahmenprogramm mit Workshops und Vorträgen sowie ein großartiges Musikangebot, vertreten durch Weltstars aus der spirituellen Musikszene.
Warum steht die Musik im Vordergrund, welche Art von Musik ist es und was bewirkt sie?
Musik hat beim Festival deshalb einen so großen Stellenwert, weil Spiritualität für uns etwas Lebendiges ist. Für uns geht es darum, das Hier und Jetzt zu feiern. Gedanken, die sich auf die Vergangenheit oder die Zukunft richten, gehen an der Realität vorbei, welche nur hier und jetzt erfahrbar ist. Musik, Gesang und Tanz sind wunderbare Mittel, das Leben und den Moment zu genießen. Die Musiker auf dem Festival sind keine Superstars im üblichen Sinne, die sich nur um sich selbst und ihr Ego drehen. Sie haben vielmehr den Wunsch, den Geist der Einheit aufleben zu lassen, im gemeinsamen Gesang, im gemeinsamen Tanz und in der gemeinsamen Stille zwischen den Liedern. Trotzdem sind einige Musiker echte Weltstars und auf internationalen Bühnen zu Hause.
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