Amma - die Welt umarmen

Amma - die Welt umarmen

oder Liebe ist die Antwort, Liebe ist der Weg

Mata Amritanandamayi, meist liebevoll „Amma“ (Mutter) genannt, ist eine der bekanntesten spirituellen und humanitären Persönlichkeiten unserer Zeit. In Indien und vielen anderen Teilen der Welt wird Amma als Mahatma, als große Seele verehrt, die sich für die Abschaffung erstarrter Konventionen und des Kastendenkens einsetzt. Dazu gehört auch die konkrete Unterstützung und Ermächtigung von Frauen.

Wer Amma kennt, denkt sofort an die für sie typische Umarmung. In Amerika ist sie deshalb als „The Hugging Saint“ – die umarmende Heilige – bekannt. Sie umarmt in der Tat alle Menschen, die sie aufsuchen. Die Menschen möchten Sorgen, Nöte, Schwierigkeiten mit ihr teilen. Was macht die leibliche Mutter, wenn sie ihr Kind tröstet? Sie nimmt es liebevoll in die Arme. Genau das tut Amma.

Amma selbst sagt über das Umarmen, dass dabei spirituelle Prinzipien geweckt werden. Unser inneres Wesen sei Liebe. Liebe sei die Grundmotivation für alles im Leben. Wo Liebe herrsche, gebe es keine Konflikte, sondern nur Frieden.

Soziales Engagement

Die persönliche Begegnung mit Amma ist allerdings nur ein kleiner Teil des ganzen Umfangs ihrer weltweiten Aktivitäten. So ist Ammas eigentliche Umarmung für mich eine soziale Umarmung: das Leid der Menschen anzunehmen und zu transformieren.

Amma hat als private Institution in den letzten 35 Jahren mit dem Mata Amritanandamayi Math, inzwischen bekannt als „Embracing the World“ (kurz ETW), eines der größten Hilfswerke Indiens aufgebaut. Der Nichtregierungsorganisation (NGO) hat bei der UNO beratenden Status. Hierbei ist es Ammas besonderes Anliegen, die Frauen zu unterstützen.

In ihrer Rede anlässlich der Verleihung des Gandhi-King-Friedenspreises sagte sie über ihre Vision: „Es ist die Vision einer Welt, in der Männer und Frauen gemeinsam voranschreiten, einer Welt, in der vor allem die Tatsache respektiert wird, dass Männer und Frauen gleichwertig sind wie die zwei Flügel eines Vogels. Ohne eine völlige Ausgewogenheit dieser zwei Aspekte kann sich die Menschheit nicht weiterentwickeln.“ (1)

Das kommende Zeitalter sollte dem Wiedererwecken der heilenden Kraft der Mütterlichkeit gewidmet sein.

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