Der Eisenhans
Ein Einweihungsmärchen (Teil 1)
DAS MÄRCHEN IN KÜRZE. Ein König hat einen großen Wald mit vielen wilden Tieren darin. Er schickt einen Jäger aus, um dort ein Reh zu schießen, aber der Jäger kommt nicht zurück. Der König schickt noch mehrere Jäger aus, um nach dem Verbleib des ersten zu forschen, aber es kehrt kein einziger Jäger aus dem Wald zurück. Schließlich wagt sich niemand mehr in den Wald.
Eines Tages kommt ein neuer Jäger, der mit seinem Hund den Wald durchstreift. Der Hund findet die Gefahrenstelle in Form eines Tümpels, auf dessen Grund ein wilder Mann haust und Mensch und Tier in die Tiefe zieht. Der Jäger lässt den Tümpel ausschöpfen und nimmt den wilden Mann – den Eisenhans – gefangen.
Der wilde Mann wird in einem Käfig im Hof des Königs gefangen gehalten. Der Sohn des Königs lässt sich von dem wilden Mann überreden, den Schlüssel für den Käfig zu stehlen, der unter dem Kopfkissen seiner Mutter liegt, und den Gefangenen frei zu lassen. Der wilde Mann nimmt den Königssohn mit und versteckt sich mit ihm wieder im Wald.
Der Königssohn soll fortan auf einen besonderen Brunnen des wilden Mannes aufpassen, in dem alles, was hineingerät, vergoldet wird. Er begeht aber drei Mal den Fehler, doch etwas hineinfallen zu lassen, und wird daher vom wilden Mann fortgeschickt. Allerdings verspricht der wilde Mann dem Sohn des Königs, ihm bei Bedarf zu helfen.
Der Prinz kehrt nicht mehr an den Hof seines Vaters zurück. Er zieht durch die Welt und nimmt eine Arbeit als Gärtner bei einem anderen König an. Mit Unterstützung des wilden Mannes hilft er diesem König in einer Schlacht und verliebt sich in die Tochter des Königs.
Während der Hochzeitsfeier geht die Tür auf und ein weiterer stolzer König mit Gefolge kommt herein. Er begrüßt den Sohn, gibt sich als Eisenhans (der wilde Mann) zu erkennen und erklärt dem Sohn, dass dieser ihn aus einer Verwünschung befreit habe.
In unserer wilden, ungezügelten Triebnatur verbergen sich nicht nur die Abgründe unseres Schattens – sie ist auch die Wurzel unserer Vitalität und Lebensfreude.
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